Nordostansicht St. Suitbertus, Chor und Querhaus mit Vorhalle

St. Suitbertus Düsseldorf-Kaiserswerth

Nordquerhaus St. Suitbertus mit Vorhalle, Blick aus Stiftsplatz

Innenansicht St. Suitbertus, Mittelschiff mit Blick in den Chor

Innenansicht St. Suitbertus mit Blick nach Westen

St. Suitbertus Kaiserswerth

Suitbertus-Stiftsplatz, 40489 Düsseldorf

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1237 geweiht / 2012 (Renovierung)

Romanik

Bernhard Bramlage
(Renovierung)

- keine Angabe -

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Objekte gesamt: 2010

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St. Suitbertus Kaiserswerth

Die heutige katholische Pfarrkirche St. Suitbertus in Düsseldorf-Kaiserswerth geht auf eine ehemalige Stiftskirche zurück, die mit einer Klostergründung des 8. Jahrhunderts zusammenhängt. Das Stift wurde 1804/05 aufgehoben und die Stiftskirche der Pfarre überwiesen.
Zunächst wurde um das Jahr 700 vom angelsächsischen Missionsbischof Suitbert eine Klosterkirche errichtet. Suitbert starb 713 und wurde in seiner Kirche begraben. Mit seiner Heiligsprechung im Jahr 796 sollten bald viele Wallfahrer nach Kaiserswerth ziehen. Um 900 wurde der vormals dem heiligen Petrus geweihten Kirche das Patrozinium des hl. Suitbertus zugesprochen/übertragen. Seine Reliquien befinden sich noch heute in der Pfarrkirche im kostbar verzierten Suitbertusschrein (nach 1331 vollendet), der zu den bedeutendsten Werken der rhein- und maasländischen Goldschmiedekunst des Mittelalters zählt.
Beim ersten nachweisbaren Bau handelt es sich um eine dreischiffige Basilika mit einem dreiteiligen Chor. Die kleine Klosterkirche sollte bald um einen Westabschluss verlängert werden. In einer dritten Bauphase wurde an den neuen Westbau ein verbreitertes Langhaus mit einem längsrechteckigen Querhaus angebaut. In der darauf folgenden, vierten Bauphase wurde der noch heute bestehende Chor errichtet und wohl das Lang- und Querhaus mit einem Gewölbe versehen. St. Suitbertus wurde 1237 geweiht, der Zustand dieser Zeit entspricht weitgehend der heutigen Form. Bei Bautätigkeiten in den Jahren 1870-77 wurden massive Westtürme errichtet, die im Zweiten Weltkrieg wiederum zerstört werden sollten. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde die Fassade nach ihrem Zustand im 17. Jahrhundert rekonstruiert.
Die Pfeilerbasilika aus Tuffstein mit einer Gliederung in Trachyt setzt sich aus drei Schiffen, einem leicht vortretenden Querschiff und einer dreiteiligen Choranlage zusammen.
Das schlichte Lang- und Querhaus wird durch kleine Vierpassfenster in den Seitenschiffen, Rundbogenfenster im Obergaden sowie einen abschließenden Rundbogenfries gegliedert. Das Satteldach ist über der Vierung mit einem Dachreiter versehen. Vor dem Nordportal im Querhaus liegt eine offene Vorhalle.
Die Choranlage besteht aus einem Haupt- und zwei Nebenchören mit polygonalen Abschlüssen. Dabei sind die beiden Nebenchöre im Inneren rund geschlossen. Das Vorjoch des Hauptchores wird von zwei quadratischen Türmen flankiert. Die Choranlage zeichnet sich durch ihre reiche Außengliederung in Formen der rheinischen Spätromanik aus (Lisenen, Friese und unterschiedliche Fensterformen).
Wie im Außenbau ist auch im Innenraum der Bruch zwischen Langhaus und Chor zu erkennen, wobei der Chor von der längsrechteckigen Vierung deutlich abgesetzt ist. Lang- und Querhaus sind flach gedeckt, der Chor von zwei Jochen Länge ist kreuzrippengewölbt. Die Nebenchöre öffnen sich in weiten Bogenstellungen zum Hauptchor, das Mittelschiff in fünf Rundbogenarkaden zu den Nebenschiffen.
1989-94 wurde bei Restaurierungen der Innenraum nach Befunden der spätromanischen Farbfassung ausgemalt. Anlässlich des 1300. Todestages des heiligen Suitbertus wurde die Kirche 2012 vom Düsseldorfer Architekten Bernhard Bramlage umfassend renoviert.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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