Wasserentnahmeturm mit Hochwasserüberlauftrichter an der Breitenbachtalsperre

Breitenbachtalsperre im Winter

Breitenbachtalsperre, Blick auf den See

Breitenbachtalsperre

wvsw.de

Talsperrenstraße 48, 57271 Hilchenbach

1953-56 / 1976-80

1950er-70er Jahre

W. Ihssen

Wasserverband Siegen-Wittgenstein

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Objekte gesamt: 2010

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Breitenbachtalsperre

1953, im Jahre der Gründung des Wasserverbandes Siegen-Wittgenstein, wurde mit dem Bau der Breitenbachtalsperre begonnen. Der Ausbau war in 2 Stufen geplant. Im 1. Bauabschnitt, 1956 fertig gestellt, wurde für das Einzugsgebiet von 4,1 km² ein Stauinhalt von 2,6 Mio. m³ geschaffen. Im 2. Bauabschnitt (1976/1980) erfolgte die Aufstockung der Talsperre mit Vergrößerung des Stauinhaltes auf 8,1 Mio. m³. Für ausreichenden Zufluss sorgen Beileitungsstollen aus drei Nebentälern mit einem Einzugsgebiet von 7,5 km².
Die ursprüngliche Planung für den 2. Bauabschnitt sah vor, den Damm bei abgesenktem Stauspiegel und beidseitiger Verbreiterung zu erhöhen und die Lehmkerndichtung fortzuführen. Die erforderliche Stauspiegelabsenkung hätte jedoch die Trinkwasserversorgung gefährdet. Nach Prüfung verschiedener Ausführungsvarianten wählte man die Ergänzung des Dammquerschnittes nur auf der Luftseite. Der Erhöhungsteil erhielt eine horizontale und vertikale Asphaltbetoninnendichtung.
In der 1. Ausbaustufe wurde am wasserseitigen Dammfuß ein Entnahmebauwerk mit nur einer Entnahmemöglichkeit, etwa 7,0 m über Grund, errichtet. Dieses Bauwerk ist durch den Grundablasskanal mit dem auf der Luftseite des Dammes gelegenen Pumpwerk verbunden. Zwei Leitungen (DN 500 mm) liefern das Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitungsanlage in das Pumpwerk und dienen außerdem als Grundablass.
In der 2. Ausbaustufe wurde ein Entnahmeturm mit vier höhenmäßig gestaffelten Rohwasserentnahmen errichtet. Da der Stauspiegel nur unwesentlich abgesenkt werden durfte, ergaben sich bei der Konstruktion und beim Bau des Entnahmeturmes Besonderheiten. Die Gründung und andere Arbeiten mussten unter Wasser ausgeführt werden. Auf vier Großbohrpfählen (DN 1500 mm) wurde ein auf einem schwimmenden Hubgerüst hergestellter Gründungskörper (250 t) abgesenkt und aufgelagert. Anschließend wurden zehn Schachtringe (DN 3000 mm, 50 t) mit einem Autokran von Land aus versetzt. Nach dem Aufbau wurde der Turm in Achsrichtung vorgespannt und die Fugen zwischen den einzelnen Schachtringen verpresst. Die Verbindungsleitungen zwischen Entnahmeturm und altem Einlaufbauwerk wurden durch Taucher auf vorgefertigten Fundamenten verlegt.
An dem rund 6 km langen Rundweg sind für wissensdurstige Wanderer Schautafeln zum Thema Wasser, Geschichte der Wasserversorgung sowie weitere Details zur Talsperre aufgestellt.

Autor: WVS
Zuletzt geändert am 06.11.2007

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