Obernautalsperre

Obernautalsperre bei Sonnenaufgang im Winter

Staudamm der Obernau-Talsperre in Brauersdorf

Obernautalsperre

wvsw.de

Zur Talsperre, 57250 Netphen

1967-1972 / 1982-1984

1950er-70er Jahre

Gerhard Salveter
W. Ihssen

Wasserverband Siegen-Wittgenstein

Objekt merken | Merkliste / Routenplaner (0)

Objekte gesamt: 2010

Volltextsuche:

Objekte suchen:

Jetzt suchen

Detailsuche mit weiteren Suchkriterien

Objektanzahl: 2131

Obernautalsperre

Nachdem die Trockenjahre 1957 und 1959 deutlich gemacht hatten, dass eine sichere Versorgung mit Trinkwasser nur durch den Bau einer weiteren Talsperre zu erreichen war, begannen 1960 die Planungen für die Obernautalsperre.
Für den Bau der Talsperre mit einem Stauinhalt von 14,9 Mio. m³ mussten die Ortschaften Obernau und Nauholz ganz sowie Brauersdorf teilweise ausgesiedelt werden. Von dieser Maßnahme waren insgesamt 365 Menschen betroffen. Die meisten von ihnen haben in der näheren Umgebung neue Häuser gebaut. Parallel hierzu liefen die ersten Bauabschnitte der Talsperre: Randwege (1966/67) und Betonbauwerke der Hauptsperre und Vorsperre Nauholz (1967/69). Nachdem 1970 die letzten Anwohner das Tal verlassen hatten, konnte mit dem Bau des Hauptdammes begonnen werden. Am wasserseitigen Dammfuß wurde ein 60 m hoher Entnahmeturm errichtet, der über einen 130 m langen Bedienungssteg von der linken Talflanke als auch durch den Grundablasskanal vom luftseitigen Dammfuß vom Schieberhaus zugänglich ist. Im Grundablasskanal verlaufen die Grundablassleitungen (2 x DN 700 mm) und die Entnahmeleitung (DN 800 mm). Die Inbetriebnahme der Talsperre, die aus einem Steinschüttdamm mit Asphaltbeton-Außenhautdichtung besteht, erfolgte 1972.
In den Jahren 1982 bis 1984 wurden Beileitungsstollen angelegt, um das Einzugsgebiet der Talsperre von 11,3 km² um 10,2 km² auf insgesamt 21,5 km² zu vergrößern. Die Beileitungen bestehen aus dem Siegstollen (2.940 m, DN 2000 mm) und dem Sindernbachstollen (780 m, DN 1800 mm). Die Bauausführung erfolgte mittels hydraulischen Rohrvortriebs anstelle der ursprünglich vorgesehenen bergmännischen Stollenbauweise.
An dem rund 10 km langen Randweg sind für wissensdurstige Wanderer Schautafeln zum Thema Wasser, Geschichte der Wasserversorgung sowie weitere Details zur Talsperre aufgestellt.

Autor: WVS

Objektkommentare

0 Kommentare / Kommentar verfassen

Objektkommentar verfassen

zum Objekt Obernautalsperre

Ihr Kommentar wird vor Freischaltung durch die baukunst-nrw Redaktion geprüft.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.*

Mit dem Absenden dieses Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten zur Bearbeitung Ihres Kommentars verwendet werden (Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung).

*Pfichtfelder müssen ausgefüllt werden

Kommentar senden

 

Kategorien:
Ingenieurbau » Wasserwirtschaft

keine Aktion...

Wir möchten unsere Website nutzerfreundlicher für Sie gestalten. Deshalb verwenden wir Cookies. Wenn Sie unser Angebot weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.