Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Marienheide

Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Marienheide

Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Marienheide

Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung mit Neubau im Vordergrund

Kircheninnenraum mit Blick zum Hauptaltar

Kanzel und Altarbereich

Altarbereich

Chorgestühl und Hauptaltar

Blick zum Chorgestühl

Salvatoraltar

Marienaltar

Detailansicht Marienaltar

Blick zum Eingang mit Christopherusbild

Deckengewölbe

Deckenuntersicht

Christopherusbild

Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Marienheide

Klosterstraße 6, 51709 Marienheide

Legende für Merkmale

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denkmalgeschütztes Objekt

15. Jh.

Gotik

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Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Marienheide

Die Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in Marienheide ist das geistliche Zentrum einer über 600 Jahre alten Wallfahrtstradition. Ihren Ursprung nahm sie im frühen 15. Jahrhundert, als der Einsiedler Heinrich nach einer Vision ein wundertätiges Marienbild in Köln erstand und hierherbrachte. Die wachsende Verehrung dieses Bildes führte zur Gründung des Klosters und der Errichtung der Klosterkirche durch die Dominikaner, die die Anlage bis zur Säkularisation prägten. Seit 1957 ist dort ein Konvent der Montfortaner ansässig.

Die Klostergebäude bestehen im Kern aus zweigeschossigen, verputzten Bruchsteinbauten mit verschieferten Dächern, die als vierflügelige Anlage einen Innenhof umschließen. Neben den mittelalterlichen Bauteilen prägen auch jüngere Ergänzungen das Bild, darunter die 1962 errichtete Kirche St. Ludwig Maria Grignion von Montfort, ein Bruchsteinbau auf quadratischem Grundriss. 

Die um 1470 vollendete Kirche präsentiert sich als spätgotische Hallenkirche mit dreischiffigem Langhaus und misst 34,80 Meter in der Länge und 15,70 Meter in der Breite. Die äußere Gestaltung ist zurückhaltend: Schmale, spitzbogige Fenster und kräftige Strebepfeiler prägen die weiß verputzte Fassade. Ein mächtiger Glockenturm fehlt – typisch für die Bauweise der Bettelorden. Stattdessen wurde nach einem Brand von 1717 ein schlanker Dachreiter über der Vierung aufgesetzt. 

Den Innenraum der Kirche prägen steil aufragende Gewölbe auf massiven Säulen und drei Altäre aus dem 18. Jahrhundert. Neben dem Hauptaltar mit seiner zweigeschossigen, rund acht Meter hohen Fassung finden sich der Salvatoraltar sowie der Gnadenaltar im südlichen Querhaus. Letzterer bewahrt das Marienbildnis, das seit Jahrhunderten Ziel der Wallfahrt ist.

Nach Schäden durch Brände und Kriegsereignisse wurde die Kirche mehrfach erneuert: Eine grundlegende Instandsetzung erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts, die Zerstörungen aus dem Zweiten Weltkrieg wurden 1952 behoben.

Die Wallfahrt nach Marienheide ist bereits seit 1417 urkundlich belegt und macht die Kirche bis heute zu einem überregional bedeutsamen Pilgerziel und bildet einen wichtigen kulturellen Ankerpunkt für die Region.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 25.08.2025

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