Kirchenempore mit Rippengewölbe und Maßwerkfenster

Kirchenempore mit Rippengewölbe und Maßwerkfenster

Kirchenraum mit Orgelempore

Kirchenempore mit Rippengewölbe

Offener Kirchenraum mit flexibler Bestuhlung

Offener Kirchenraum mit flexibler Bestuhlung

Gemeinschaftsküche mit Essbereich

Umbau Evangelische Kirche Dortmund-Eving zum Gemeindezentrum

Deutsche Str. 71, 44339 Dortmund

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IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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ausgezeichnetes Objekt denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1897–1899 (Kirche) / 2009 (Umbau)

Historismus
Gegenwart

Architekt Gustav Mucke
(Kirche 19. Jh.)
Architekten Brüning Klapp Rein
(Umbau)

Vereinigte Kirchenkreise Dortmund
(Bauherrin)
Ev. Kirchengemeinde Dortmund-Eving
(Betreiberin)

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Umbau Evangelische Kirche Dortmund-Eving zum Gemeindezentrum

Die evangelische Segenskirche im Dortmunder Stadtteil Eving ist eine von 1897 bis 1899 im historistischen Stil der Neogotik errichtete Zentralkirche nach Plänen des Architekten Gustav Mucke.

Die Errichtung der Segenskirche fiel in eine Periode starken Bevölkerungswachstums, das mit der Industrialisierung und der Ansiedlung der nahegelegenen Zeche Minister Stein einherging. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vervielfachte sich infolgedessen die Anzahl der evangelischen Gemeindemitglieder im nördlichen Dortmunder Stadtgebiet. Im Jahr 1895 wurde daraufhin die eigenständige Gemeinde Dortmund-Eving gegründet, die bereits 1897 mit dem Bau der Kirche begann.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts nimmt die Mitgliederanzahl der Gemeinde kontinuierlich ab. Angesichts dessen entschloss sich diese die denkmalgeschützte Segenskirche umzunutzen und als öffentliches Gemeindezentrum einer Revitalisierung zu unterziehen.

Die Grundrissstruktur der backsteinsichtigen Segenskirche Eving entspricht der eines quadratischen Zentralbaus mit umseitig angebauten Konchen und einem hervorgehobenen Westturm. Die innenräumliche Organisation entspricht der klassischen Aufteilung einer mehrgeschossigen Emporenkirche.

Vom zentralen Kirchenraum in der Vierung ausgehend öffnen sich drei angebaute Konchen. Die dem Turm entgegengesetzte östliche Konche bildet den Altarbereich mit anschließendem Chorraum. Der zentrale Innenraum öffnet sich, durch die Empore unterbrochen, bis hin zum sternförmigen Rippengewölbe und bildet den oberen Raumabschluss des Kirchenraums. Anhand der Gliederung der neogotischen Maßwerkfenster kann die Geschossigkeit des Innenraums in der Fassade abgelesen werden. Der quadratische Kirchturm weist ein dreigliedriges Eingangsportal auf. Sein spitz zulaufender Turmhelm wird von vier betonten Eckhelmen umrahmt und definiert einen weithin sichtbaren Hochpunkt Dortmund-Evings.

Im Jahr 2006 lobte das Landeskirchenbauamt der Evangelischen Kirche von Westfalen einen Architekturwettbewerb für die geplante Nutzungserweiterung der Segenskirche Eving aus. Die Erweiterungsnutzung der Segenskirche Eving markiert eines der ersten Umbauprojekte Nordrhein-Westfalens, bei denen das neue Gemeindezentrum in das alte Kirchengebäude integriert und nicht angebaut wurde. Dabei bleibt die liturgische Nutzung erhalten und kann durch das neue Raumkonzept flexibel an die Anforderungen der jeweiligen Nutzer*innen angepasst werden. Dem Architekturbüro Brüning Klapp Rein aus Essen gelang es trotz der durch den Denkmalschutz limitierten Umbaumöglichkeiten die unterschiedlichen Anforderungen an das Bauvorhaben umzusetzen. Obwohl die innenräumlichen Veränderungen umfangreich sind, bleibt der Kirchenraum erlebbar. Die architektonisch anspruchsvolle Umgestaltung orientiert sich eng am historischen Kirchenkonzept, kontrastiert jedoch in der formalen und farblichen Gestaltung.

Die innenräumlicher Einbauten ermöglichen es der Gemeinde, den Hauptkirchenraum und die nördlichen und südlichen Konchen mithilfe mobiler Wände zu separieren und die temporär getrennten Raumhälften unabhängig voneinander zu nutzen. Dadurch kann der gesamte Kirchenraum je nach Bedarf für mehrere Veranstaltungen unterschiedlicher Größe angepasst werden. Der ehemalige Altarbereich wurde in die zentrale Vierung verlegt, sodass eine Gemeinschaftsküche mit angrenzender Sakristei in den Konchenraum unter der Ostempore integriert werden konnte. Die Konchen sind mit akustisch wirksamen Wandverkleidungen ausgestattet und unterstützen die simultane Raumnutzung der Kirche durch mehrere Gruppen.

Die den Hauptkirchenraum umgebenden Emporen bleiben als wesentliche raumgestaltende Merkmale erhalten. Die zwischen Rot und Orange changierende Farbgebung der homogenen Putzoberflächen geht in die umlaufenden Emporen über und schafft einen kraftvollen neuen Raum, der im Kontrast zur historischen Architektur steht. Trotz der zeitgemäßen Charakteristik der Einbauten entsteht durch die Offenheit des mehrgeschossigen Innenraums eine bewusste Verbindung zur erhaltenen Bausubstanz.

Auszeichnungen:
Westfälisch-Lippischer Preis für Denkmalpflege 2009 (Land NRW und Landschaftsverband Westfalen-Lippe), Anerkennung

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 10.04.2024

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