St. Gereon in Köln

Blick von Westen auf St. Gereon

Ostansicht Chor St. Gereon

Blick in das Deckengewölbe von St. Gereon

Blick in das Dekagon St. Gereon

Südliche Empore St. Gereon

Blick in den Chor von St. Gereon

Blick in die Krypta von St. Gereon

Grundriss St. Gereon

St. Gereon Köln

www.stgereon.de/

Gereonskloster, 50670 Köln

Legende für Merkmale

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IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

4.-13. Jh.

Vorromanik
Romanik

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Objekte gesamt: 2010

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St. Gereon Köln

Die katholische Pfarrkirche und ehemalige Stiftskirche St. Gereon in Köln entstand auf einem römischen Gräberfeld im Nordwesten der römischen Stadt und wurde seit dem 4. Jahrhundert kontinuierlich erweitert. Das hochadlige Kanonikerstift war neben dem Domstift das wichtigste der Stadt Köln. Der Reliquienkult um den heiligen Gereon, einer der Kölner Stadtheiligen, machte die Kirche zu einem bedeutenden Wallfahrtsziel. Der Legende nach starb Gereon, Offizier der Thebäischen Legion, als Märtyrer bei Köln, da er sich nicht an Christenverfolgungen beteiligen wollte.

Hervorzuheben ist die qualitätsvolle Architektur der, den Ursprungsbau ergänzenden romanischen Bauteile. Der Chor zählt gemeinsam mit dem Chor des Bonner Münsters, dem ältesten der rheinischen Etagenchöre, zu den Schöpfungsbauten der romanischen rheinischen Apsiden. Architekturgeschichtlich bedeutend ist vor allem der Kern von St. Gereon, das Dekagon und ursprüngliche Mausoleum (3. Drittel 4. Jh.), das als einziger spätantiker Bau der Stadt Köln weitgehend erhalten ist. Der ovale Nischenzentralbau steht in der Tradition überkuppelter Zentralbauten der Antike. An der Nord- und Südseite öffnen sich jeweils vier hufeisenförmige Konchen. Im Osten war der Ursprungsbau von einer Apsis geschlossen, die im 8. Jahrhundert durch einen Rechteckchor ersetzt wurde. Der repräsentative Grabbau war aufwendig gestaltet und Ort eines Märtyrerkults; später wurde er zu einer Kirche umgewidmet (der hl. Gereon wurde 727 als Kirchenpatron genannt).

Die Baugruppe setzt sich aus dem spätromanischen Dekagon (als Umbau des spätantiken Zentralbaus), dem im Osten anschließenden Langchor des 11. Jahrhunderts, zwei Chorflankentürmen des 12. Jahrhunderts und der Vorhalle im Westen zusammen. Die Anlage wurde durch Anbauten, darunter Taufkapelle und Sakristei, ergänzt.

Unter Erzbischof Anno II. (regierte 1057-75) wurde der Langchor mit seiner halbrunden Apsis über der dreischiffigen Krypta errichtet. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Chor erhöht, gewölbt und um ein quadratisches Joch mit Apsis erweitert (geweiht vor 1156). In den Jahren 1219-27 wurde der Zentralbau ausgebaut, indem man ihn neu ummantelte, zu einem Dekagon umformte und mit einer zehnteiligen Rippenkuppel deckte. Anfang des 15. Jahrhunderts baute man die Vorhalle um; seit dem 16. Jahrhundert wurde vor allem die Ausstattung verändert.

1802 wurde das Stift aufgehoben und einige Jahre später die seit der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Stiftsgebäude mit dem Kreuzgang abgebrochen. Nach starker Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde St. Gereon in den Jahren 1946 bis 1985 wiederaufgebaut.

Der längsovale Zentralbau von St. Gereon aus dem 4. Jahrhundert ist im Kern annähernd bis zum unteren Laufgang vor dem Obergaden erhalten. Dabei ist der fünfgeschossige Baukörper unter einem hohen Zeltdach aufwendig gegliedert und durchfenstert. In den Winkeln zwischen dem Zentralbau und der Vorhalle befinden sich zwei achtseitige Treppentürme.

St. Gereon ist im Westen über eine Vorhalle, die sich in drei gestaffelten Spitzbogenportalen öffnet, zu betreten. Die halbrunde Apsis und die hohen Flankentürme bilden den fassadenähnlichen Abschluss nach Osten. Das Äußere ist reich mit Lisenen, Fenstern, Rundbogenblenden und –friesen gegliedert.

Das Innere des Dekagons kennzeichnet sich durch die vertikale Gliederung aus Pfeilern und Diensten, die den vierzonigen Aufbau bestimmt: auf die hufeisenförmigen Konchen und die Empore mit gestaffelten Drillingsarkaden folgen zwei Obergadenzonen mit Laufgängen. Die runde Raumform des antiken Ursprungsbaus ist im Erdgeschoss erhalten, wohingegen die oberen Geschosse durch die geraden Wände des mittelalterlichen Zehnecks ersetzt wurden. Die heutige Ausgestaltung des Dekagons wurde in den 1980er Jahren geschaffen.
Über die östliche Konche ist die dreischiffige Hallenkrypta (westliche Joche vor 1068, östliche Joche Mitte 12. Jahrhundert) mit Confessio unter dem Chor zu erreichen.

Der ungewöhnlich hoch liegende Chor ist über eine Treppenanlage mit Podest an den Zentralbau angeschlossen. Der langgestreckte, kreuzrippengewölbte Raum führt über eine weitere Treppe in das östliche Chorjoch mit einer Apsis, die eine zweigeschossige Wandgliederung mit Bogenstellungen aufweist. Von den (übermalten und restaurierten) Wandmalereien der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts sind lediglich Fragmente erhalten.

Siehe auch Route Romanische Kirchen in Köln

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Sakralbauten

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