© Foto: Dietmar Rabich; Lizenz: CC BY-SA 4.0
© Foto: Dr. W. Strickling; (aufgehellt); Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Kirchpl. 3, 46342 Velen
Legende für Merkmale
Objekt hat Auszeichnung
Objekt ist denkmalgeschützt
Objekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet
Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert
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1858-60
Franz Pelzer
(1860)
Architekt Gereon Rasche
(Sanierung 2024)
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Objektanzahl: 2667
46342 Velen
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Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Andreas ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude im westfälischen Velen, Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen. Sie prägt bis heute das Ortsbild und ist eng mit der historischen Entwicklung Velens sowie mit dem benachbarten Schloss der Grafen von Landsberg-Velen verbunden.
Bereits im 13. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle eine romanische Kirche, die dem heiligen Nikolaus geweiht war. Diese Vorgängerkirche bildete den Mittelpunkt der mittelalterlichen „Freiheit Velen“, aus der sich der heutige Ort entwickelte. Ihre Bedeutung ging über die rein pfarrliche Funktion hinaus und war eng mit der lokalen Herrschaftsstruktur verbunden.
In den Jahren 1858 bis 1860 wurde die romanische St.-Nikolaus-Kirche durch einen Neubau ersetzt. Die heutige Pfarrkirche St. Andreas entstand nach Plänen des Architekten Franz Pelzer aus Kleve und wurde am 5. Juni 1860 durch Bischof Johann Georg Müller geweiht. Durch die Rolle der Grafen von Landsberg-Velen als Bauherren erlangte die Kirche besondere Bedeutung als Schloss- und Hochzeitskirche.
Der Bau ist als neugotische Basilika konzipiert. Charakteristisch sind das hohe Mittelschiff und die beiden niedrigeren Seitenschiffe. Im rechten Seitenschiff befindet sich eine Empore, die ursprünglich dem Kirchbesuch der gräflichen Familie vorbehalten war und bis heute erhalten ist. Der neugotische Hochaltar, um 1860 entstanden, ist aus Eichenholz gefertigt und entspricht in Material und Formensprache dem Entstehungszeitraum der Kirche.
Ein prägendes Element des Innenraums ist die figürliche Verglasung, die 1966 von dem Glasmaler Josef Nienhaus (1924–2008) aus Wessum geschaffen wurde. Sie ergänzt die neugotische Architektur um eine zeittypische künstlerische Gestaltung des 20. Jahrhunderts.
Im Turmraum befindet sich eine Orgelbühne mit einer Orgel der Firma Franz Breil aus Dorsten, die im Jahr 1900 erbaut wurde. Sie ist Teil der historisch gewachsenen Ausstattung der Kirche.
Zuletzt wurde der Innenraum der Pfarrkirche im Jahr 2024 technisch saniert. Die Maßnahmen erfolgten unter der Leitung des Architekten Gereon Rasche und dienten der Erhaltung sowie der zeitgemäßen Nutzung des denkmalgeschützten Bauwerks.
Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 04.02.2026
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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Sakralbauten