Ostflügel mit Innenhof

Schloss Wickrath, Westflügel mit Innenhof

Schloss Wickrath, Karottebrücke mit Landstallmeisterhaus

Schloss Wickrath, östlicher Pavillon, heute Vogelmuseum des Naturschutzbundes Deutschland (nabu)

Schloss Wickrath, Nassauer Stall, Westflügel der Vorburg

Schloss Wickrath, Nassauer Stall

Schloss Wickrath, Westflügel mit Innenhof

Schloss Wickrath, Nassauer Stall mit Foyer und Blick in den Westteil

Schloss Wickrath

Schloss Wickrath 1 - 26, 41189 Mönchengladbach

Legende für Merkmale

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IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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denkmalgeschütztes Objekt

1746-1772

Barock

Adolph Anton von Vagedes
Francois Soiron
Mattheus Soiron

Freiherr Wilhelm Otto Friedrich von Quadt

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Objekte gesamt: 2010

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Schloss Wickrath

Wilhelm Otto Friedrich Freiherr von Quadt (1717-1785), Reichsgraf seit 1752, lässt durch Mattheus Soiron (1722-1781) aus Maastricht zwischen 1746 und 1772 auf zwei Inseln in der Niersniederung ein repräsentatives Barockschloss nach französischem Vorbild anstelle der mittelalterlichen Wasserburg Wickrath erbauen. In der Vorburg flankieren zwei symmetrisch zur Schlossachse über H-förmigem Grundriss errichtete Ökonomiebauten mit beidseitig vorgelagerten Ehrenhöfen und seitlich gelegenen Pavillons den Innenhof mit Brunnen. Die rot geschlämmten Backsteintrakte besitzen zweigeschossige Mittelpavillons mit Reliefs in den hofseitigen Schweifgiebeln unter laternenbekröntem Mansarddach sowie eingeschossige Zwischen- und Kopfbauten unter Sattel- bzw. Mansarddächern. Durch einen Graben, die Karotte, sind sie von dem bereits 1859 wegen Baufälligkeit abgerissenen, dreigeschossigen Herrenhaus getrennt. An seiner Stelle steht seit 1875/76 das 1912/13 neobarock erweiterte ehemalige Landstallmeisterhaus.
Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts dient Schloss Wickrath der Pferdezucht und Pferdehaltung. In napoleonischer Zeit wird zwischen 1808 und 1815 in der Vorburg ein staatliches Hengstdepot mit 39 Hengsten eingerichtet. Unter Adolf von Vagedes erfolgen Umbauten zur Nutzung als Kavalleriekaserne (1818-1834). 1839/40 zieht das in Engers / Neuwied ansässige preußische Gestüt für Pferdezucht ein. 1883 brennt der Ostflügel nach Blitzschlag aus und wird 1884 vergrößert wiederaufgebaut. Das Rheinische Landgestüt ist bis zur Verlegung nach Warendorf 1957 ansässig und begründet den Ruf der rheinischen (Kaltblut-) Pferdezucht. Zu Beginn des 20. Jh. stehen 210 Deckhengste in Wickrath ein.
Zur EUROGA 2002plus kehrt das 1892 hier gegründete Rheinische Pferdestammbuch e. V. nach Wickrath zurück. Der Ostflügel ist Standort einer Deckstation des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts aus Warendorf. Beide setzen die fast 250-jährige Nutzungskontinuität der Vorburg zukunftsweisend fort, während der dreischiffige Nassauer Stall mit stuckierten Gewölben über Blausteinpfeilern als Veranstaltungsraum und der übrige Westflügel Wohnzwecken dient.

Hinweis: Vorburg und Schlosspark sind frei zugänglich. Eine Besichtigung der Vorburgflügel ist nicht möglich. Der Nassauer Stall kann im Rahmen von Veranstaltungen besichtigt werden.

Autor: Dr. Karl-Heinz Schumacher

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