Luftbild der Kreuzbauten

Blick von oben auf das Gelände der Kreuzbauten

Blick von der Terrasse des Sky Restaurants im Bonn Marriott World Conference Hotel auf die Kreuzbauten

15-geschossiger Kreuzbau auf der Heinemannstraße 2

12-geschossiger Bau auf der Heinemannstraße 6

Kreuzbau Heinemannstraße 2, Ansicht von Westen

Kreuzbau Heinemannstraße 6, Ansicht von Nordwesten

Fluchttreppen aus Sichtbeton

Ansicht von der Max-Löbner-Straße

Kreuzbauten Bonn (Bundesministerien)

Heinemannstraße 2-22, 53175 Bonn

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt

1969-75 / 2003-10 (Sanierung)

1950er-70er Jahre

Planungsgruppe Stieldorf
(Kreuzbauten)
Beckmann Wenzel Architekten
(Sanierung)

Bundesrepublik Deutschland

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Objekte gesamt: 2010

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Kreuzbauten Bonn (Bundesministerien)

Im Bonner Ortsteil Hochkreuz, im südlichen Bereich des heutigen Bundesviertels, entstanden ab 1969 bis 1975 die sogenannten Kreuzbauten, welche nach einem Entwurf der Planungsgruppe Stieldorf geschaffen wurden. In den Bauten sind heute das Bundesministerium für Bildung und Forschung, die Zentrale des Eisenbahn-Bundesamtes, das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung und das Streitkräfteamt beheimatet. Früher waren hier die Bundesministerien für Justiz, für Bildung und Wissenschaft, für Forschung und Technologie sowie ein Archiv untergebracht.

Bereits im Jahr 1967 begannen die Bundesbaudirektion und ein Planungsrat, zu dem Sep Ruf, Egon Eiermann und Paul Baumgarten gehörten, mit den Planungen für ein Regierungsviertel. Einen Gesamtplan arbeitete ursprünglich Joachim Schürmann aus, der den Bau von insgesamt sieben kreuzförmigen Bauten vorsah, in denen sämtliche Bundesministerien untergebracht werden sollten. Dieses Großprojekt wurde jedoch nicht realisiert, da von der Öffentlichkeit starke Kritik ausgeübt wurde und die Stadt zudem plante, ein Naherholungsgebiet in der Rheinaue einzurichten. Stattdessen wurden lediglich die beiden heutigen Hochhäuser durch die Planungsgruppe Stieldorf, bestehend aus Manfred Adams, Günther Hornschuh, Peter Türler, Georg Pollich und Robert Glatzer verwirklicht. Mitglieder der Planungsgruppe Stieldorf hatten schon mit den Abgeordneten-Wohnhäusern im benachbarten Ortsteil Gronau ein Gebäudeensemble im damaligen Parlaments- und Regierungsviertel geschaffen.
Ab 2003 wurde auch eine umfassende Sanierung der Gebäude nach Plänen von Beckmann Wenzel Architekten vorgenommen, bei der eine Renovierung der Fassaden sowie des Inneren erfolgte. Zudem wurden die Bauten auf den aktuellen Stand der Anforderungen des Brandschutzes und der technischen Gebäudeausstattung gebracht.

Auf dem großflächigen, annähernd rechteckigen Areal der Kreuzbauten befinden sich die beiden Hochhäuser auf kreuzförmigen Grundriss, von denen das niedrigere im Westen (Eisenbahn-Bundesamt) sich über 12 Geschosse erstreckt, während das östliche (Bundesministerium für Bildung und Forschung) 15 Geschosse umfasst. Zusätzlich zu den Kreuzbauten liegen auf dem Gelände vier deutlich niedrigere und flachgedeckte Bauten, von denen drei im Grundriss quadratisch sind. Der nordwestliche, langgestreckte Bau beherbergt das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung. Darüber hinaus liegen in der östlichen Ecke drei nebeneinander angeordnete, kleinere Pavillons und im Süden die Pförtnerloge. Das Außengelände mit seinem roten Ziegelboden ist in zwei Geschossen unterkellert, sodass sich eine Platzgestaltung über mehrere Ebenen ergibt. So konnten Höhenunterschiede ausgeglichen werden und es wurde ein zusammenhängender Platz mit mehreren und tiefer liegenden begrünten Innenhöfen geschaffen.

Die symmetrisch angelegten Kreuzbauten entwachsen den unteren Geschossen, indem sie auf frei stehenden Betonscheiben ruhen und so einen fast schwebenden Eindruck vermitteln. Besonders markant sind die an jedem der jeweils vier Arme angebrachten außenliegenden, zweiläufigen Fluchttreppen aus Sichtbeton, welche sich um einen dünnen Betonstab winden. Den oberen Abschluss der zwei Bauten bildet jeweils ein kubischer Aufsatz für die Maschinen der Aufzüge, der ebenfalls scheinbar schwebend auf den Dächern thront.

Als wichtiges Zeugnis der Bonner Regierungsarchitektur stehen die Kreuzbauten seit 2004 unter Denkmalschutz.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 23.12.2019

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