Franz-von-Sales-Kirche

Franz-von-Sales-Kirche, Eingang

Franz-von-Sales-Kirche

Siegburger Str. 165, 40591 Düsseldorf

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denkmalgeschütztes Objekt

1967 - 1971

1950er-70er Jahre

Architekt Hans Schwippert

- keine Angabe -

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Franz-von-Sales-Kirche

Hans Schwipperts Werstener Franz-von-Sales-Kirche ist in vieler Hinsicht mit der einige Jahre früher entstandenen Pfarrkirche Heilige Familie im nördlichen Stockum vergleichbar. Beide Sakralbauten von Schwippert stehen in unterschiedlichen, aber durchaus zeitgeschichtlich miteinander verbundenen Traditionen. Sie betonen den politischen Aspekt demokratischer Teilhabe, der durch den quasi kreisförmigen Grundriss der Saalkirche zum Ausdruck kommt. Zugleich bekräftigen beide moderne Kirchen den reformerischen Geist, der im 2. Vatikanischen Konzil (1962-1965) gipfelte und beispielsweise eine stärkere Einbindung der Gläubigen in der Messe zum Ziel hatte.

Schwippert belebte die aufsteigende Sitzordnung des griechischen Theaters, von dem er annahm, die Zuschauer würden dadurch unmittelbar am Bühnengeschehen teilnehmen. Allerdings wird diese Raumkonzeption erst deutlich, wenn man den Kirchenraum betreten hat. Nach außen schirmt sich das geschwungene Klinkermauerwerk in Gestalt von drei geschwungenen Wandscheiben festungsartig von der stark befahrenen Siegburger Straße ab. Die einzigen Lichtquellen bieten die über Stufen erreichbaren drei Portale, die von hohen Mauerzungen gerahmt sind. Wenngleich die Ummauerung des Kirchenraums äußerst hermetisch wirkt, sorgt die bis zur Decke reichende Verglasung der Portale im Innern für ausreichende Beleuchtung.

Die vier Sitzgruppen sind in aufsteigenden Rängen zum verengten Altarraum ausgerichtet, der auf einem kreisrunden Sockel steht. Diese Anordnung verdeutlicht Schwipperts demokratische Raumkonzeption, die bislang in der Kirchentradition völlig ungewöhnlich war. Durch die quer und axial verlaufenden Verteilerebenen stellt er die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder in den Mittelpunkt.

In der Nische der linken Mauerwerksschale ließ Schwippert ein zylindrisch gestaltetes Sakramentshaus mit einem alten Mühlstein als Fundament errichten. Er verweist auf die alte Scheidlingsmühle, die einst* auf dem Grundstück stand.

Autor*in: Dr. Klaus Englert / Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 28.12.2022

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Architektur » Öffentliche Gebäude » Sakralbauten

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