Feuer- und Rettungswache Gütersloh, Straßenperspektive Haupteingang und Hofdurchfahrt

Feuer- und Rettungswache Gütersloh, Straßenperspektive Haupteingang, abgerundete Gebäudeecke

Feuer- und Rettungswache Gütersloh, Straßenperspektive Haupteingang

Feuer- und Rettungswache Gütersloh, Straßenperspektive

Feuer- und Rettungswache Gütersloh, abgerundete Gebäudeecke

Feuer- und Rettungswache Gütersloh, Rückansicht mit Durchfahrt

Feuer- und Rettungswache Gütersloh

Friedrich-Ebert-Straße 10, 33330 Gütersloh

2017-2019

Gegenwart

ARQ Architekten Rintz und Quack GmbH
(Architektur)
Brüchner-Hüttemann Pasch bhp Architekten + Generalplaner GmbH
(Ausführung und Bauleitung)

Stadt Gütersloh

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Objekte gesamt: 2618

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Feuer- und Rettungswache Gütersloh

Der von den Planer*innen des Berliner Architekturbüros ARQ realisierte Neubau der Feuer- und Rettungswache Gütersloh nimmt im Verhältnis zur kleinteilig bebauten Umgebung eine Sonderstellung ein.

Das Projekt, das aus einem Architekturwettbewerb hervorging, definiert im Gegensatz zur offenen Umgebungsbebauung einen geschlossenen Block. Der überwiegend zweigeschossige Baukörper besteht aus einer vierflügeligen Anlage, die einen allseitig umschlossenen Betriebshof umfasst und stadträumlich einen gesamten Block markiert. Drei der Flügel sind zweigeschossig ausgelegt und beinhalten vorwiegend Büro- und Verwaltungsflächen, während der vierte Flügel als Fahrzeug- und Gerätehalle eingeschossig konzipiert ist.

Das städtebauliche Konzept ist durch eine klare Ausformulierung der Baufluchten bestimmt, die sich aus den Raumbezügen der Umgebung ergeben. Das Bauvolumen wird durch gezielte Einschnitte und Versprünge gegliedert, die öffentliche Zugänge, Einfahrten oder Terrassen akzentuieren und den Rhythmus der homogenen Klinkerfassade brechen. Diese besteht aus rotbraunem Klinkermauerwerk, bei dem großflächige Partien des Erdgeschosses durch einen leichten Versatz der Lagerfugen reliefartig gegliedert werden. In Kombination mit den gereihten Fensteröffnungen im Obergeschoss entsteht eine plastisch wirkende Fassadenstruktur.

Der Neubau umfasst eine Grundstücksfläche von rund 9.500 m² und bietet eine Nutzfläche von etwa 7.550 m². Das Erdgeschoss beherbergt vorrangig die Fahrzeughallen, Werkstätten, Waschbereiche, Geräte- und Lagerräume sowie Besprechungsräume. Im Obergeschoss sind neben Büro- und Verwaltungsräumen auch Aufenthalts- und Sonderräume angeordnet. Diese umfassen insbesondere die Räumlichkeiten der Kreisleitstelle für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz. Die geschossweise Organisation gewährleistet eine effiziente und klar gegliederte Arbeitsweise für die rund 120 Mitarbeiter*innen am Standort.

Im hinteren Gebäudeteil bildet der 23 Meter hohe Übungsturm den gestalterischen und funktionalen Hochpunkt des Neubaus. Dieser ist als offenes Außentreppenhaus konzipiert und ermöglicht realitätsnahe Trainingssituationen auf dem Innenhof. In der oberen Turmfassade wurden zudem zwölf Nistöffnungen für Mauersegler integriert.

Mit Ausnahme der Fahrzeughallen im Erdgeschoss entspricht die Bauweise der Feuer- und Rettungswache Gütersloh dem Passivhausstandard. Die hochgedämmte Gebäudehülle mit Klinkerfassade und Fensterlüftung wird durch eine mechanische Lüftung mit Wärmerückgewinnung ergänzt. Eine auf dem Dach installierte Photovoltaikanlage übernimmt einen Großteil der Energieversorgung. Zusätzlich gewährleisten eine redundante Strom- und Kälteversorgung die uneingeschränkte Einsatzbereitschaft auch in Ausnahmesituationen. Die Planung der technischen Gebäudeausstattung wurde ebenso wie die architektonische Gestaltung auf Beständigkeit und Wartungsfreundlichkeit ausgelegt.

Im Innenraum unterstreichen Sichtbetonoberflächen, offene Installationen und ein zurückhaltendes Materialkonzept den funktionalen Charakter der Nutzung.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 25.08.2025

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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Kommunalgebäude (Feuerwehr, Polizei)

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