Burgmauern der Burganlage Stromberg

Blick auf Burgmauern und Kreuzkirche

Burgmauer mit Tor

Paulusturm

Paulusturm

Paulusturm mit Treppe

Freilichtbühne

Burghof

Mallinckrodthaus aus dem 15. Jh.

Pastorat aus dem 18. Jh.

Kreuzkirche

Burgmauern

Plan der Burganlage von 1897

Burganlage Stromberg

Burgplatz, 59302 Oelde

Legende für Merkmale

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denkmalgeschütztes Objekt

12. / 15. / 18. Jh.

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Burganlage Stromberg

Die Burganlage Stromberg geht auf eine im 12. Jahrhundert errichtete Landesburg der Bischöfe von Münster zurück. Ihre Funktion bestand in der militärischen Sicherung des südöstlichen Herrschaftsgebietes des Bistums. Die Burggrafen von Stromberg zählten im Mittelalter und in der frühen Neuzeit – neben Nürnberg, Magdeburg und Reineck – zu den vier Reichsburggrafen des Deutschen Reiches. Auf Veranlassung des münsterischen Fürstbischofs Maximilian Friedrich von Königsegg-Rothenfels wurde die Anlage ab 1780 größtenteils niedergelegt.

Die weitläufige Burganlage bildet ein unregelmäßiges Viereck. Erhalten sind Abschnitte der Umfassungsmauer im Nordwesten und im Süden. Der Standort des ehemaligen südwestlichen Turmes wird heute durch einen Hügel markiert; auf dem Schutthügel des östlichen Eckturmes steht eine Kastanie. Das Areal gliedert sich in drei räumliche Bereiche.

Hinter dem mittelalterlichen Burgtor mit dem sogenannten Paulusturm aus dem 15. Jahrhundert liegt der Burgmannenhof. An der Westseite des Hofes befinden sich das 1456 errichtete Burgmannshaus der Familie von Mallinckrodt sowie das um 1789 entstandene frühklassizistische Pastorat. Im Osten gehörte eine Scheune aus dem 17. Jahrhundert zu dem 1870 abgebrochenen Burgmannshaus der Familie von Nagel; an dessen Stelle entstand ein traufenständiges Ziegelhaus. Bauliche Ergänzungen des 20. Jahrhunderts wurden teilweise im Bereich des ehemaligen Burggrabens errichtet.

Zur Wallfahrtskirche Zum Heiligen Kreuz steigt das Gelände an und teilt sich in den westlichen Burgplatz und den östlichen Amtsplatz. Die dreischiffige gotische Hallenkirche ohne Turm wurde 1344 geweiht. Ein moderner Anbau wurde in den 1970er Jahren an der Westseite hinzugefügt. Der breite Treppenaufgang zur Kirche dient in den Sommermonaten als Freilichtbühne und prägt die heutige Nutzung des historischen Ensembles.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 10.02.2026

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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen

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