Zeche Fürst Leopold in Dorsten

Blick auf das Zechengelände und das Fördergerüst von Schacht Fürst Leopold 2

Zeche Fürst Leopold

Halterner Straße, 46284 Dorsten

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IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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denkmalgeschütztes Objekt

1911

- keine Angabe -

- keine Angabe -
(Ursprungsbau)
Steinau-Löer-Architekten
(Sanierung Maschinenhalle)

Stiftung Industriedenkmalpflege + Geschichtskultur
(Sanierung Maschinenhalle)
- keine Angabe -
(Ursprungsbau)

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Objekte gesamt: 2010

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Zeche Fürst Leopold

Die Zeche Fürst Leopold dokumentiert besonders anschaulich die Entwicklung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Stadt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ihre städtebauliche Entwicklung wie auch die eigene Zechengeschichte. Sie ist zudem bedeutend für die Entwicklung der Bergbauarchitektur im Ruhrgebiet in den 1910er Jahren.

Die Ursprungsbauten der Zeche Fürst Leopold entstanden in der Zeit zwischen 1911 bis 1916 in einer sachlichen, durch neobarocke Einflüsse geprägten Backsteinarchitektur. Sie gehören somit zu den frühen, erhaltenen Beispielen der Reformarchitektur und dokumentieren diesen für das Ruhrgebiet im Bereich Bergbau charakteristischen Baustil in sehr anschaulicher Weise.

Das Baudenkmal Zeche Fürst Leopold besteht aus den beiden Eingangsgebäuden, dem Verwaltungs- und Kauengebäude, dem Fördergerüst über Schacht 2, dem Fördermaschinengebäude, dem Grubenlüftergebäude und der Druckluftzentrale.

Das dominierende Verwaltungs- und Kauengebäude ist ein aus mehreren Bauteilen bestehender Gebäudekomplex. Bemerkenswert ist die dreigeschossige Lohnhalle mit zwei umlaufenden Galerien und einem Oberlicht. Rückwärtig angebaut und mit der Lohnhalle über den Kauengang verbunden ist die Mannschaftskaue, unterteilt in eine Schwarz-und eine Weißkaue, welche in zwei unterschiedlichen Bauabschnitten errichtet wurden (Schwarzkaue 1914/16, Weißkaue 1952).

Das Fördergerüst über Schacht 2, ein deutsches Strebengerüst der Bauart Promnitz, ist ein besonders anschauliches Dokument für die Entwicklung der Seilstützkonstruktionen. Gleichzeitig mit den zugehörigen Fördermaschinen der Baujahre 1912 und 1915 stellt es ein vollständig erhaltenes Beispiel der Fördertechnik jener Zeit dar.

Das Fördermaschinengebäude wurde als zweischiffiger Baukörper in einer Backstein-Putzarchitektur nach einem Bauplan von 1911 errichtet. Das Gebäude ist noch Standort der beiden Zwillingstandem-Dampffördermaschinen, welche ebenfalls unter Denkmalschutz stehen. 2015 wurde die Maschinenhalle durch Steinau-Löer-Architekten saniert und zu einem Informations- und Begegnungszentrum umgebaut. Genutzt wird das Gebäude für Veranstaltungen, Ausstellungen und standesamtliche Trauungen.

Die Zeche Fürst Leopold nimmt eine große, zusammenhängende Industriefläche im Ortsteil Hervest ein. Sie hat dessen ortsgeschichtliche Entwicklung entscheidend geprägt.

Autor: Stadt Dorsten
Zuletzt geändert am 04.03.2008

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