Siedlung Dahlhauser Heide

Siedlung Dahlhauser Heide

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Sechs Schwestern Str., 44793 Bochum

1906 -1915

- keine Angabe -

Baurat Robert Schmohl

Firma Krupp

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Objekte gesamt: 2010

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Siedlung Dahlhauser Heide

Die Siedlung Dahlhauser Heide, im Volksmund auch "Kappeskolonie" genannt, wurde von der Firma Krupp in den Jahren 1906 - 1915 für die Bergleute der Zechen Hannover/Hannibal errichtet.
Die bewußt an vorindustrielle Bauformen orientierte Architektur der Häuser in der Dahlhauser Heide, die auch als Heimatstil bezeichnet wird, verleiht der Siedlung einen dörflichen Charakter.
Die hufeisenförmig, um eine zentrale Parkanlage, angelegte Siedlung mit leicht geschwungenen Verbindungstraßen umfasste 339 Doppelhäuser für Bergleute und sechs zweieinhalbgeschossige Beamtenhäuser mit insgesamt 715 Wohneinheiten, die in insgesamt 45 verschiedenen Typen ausgeführt wurden.
Die Planung der Siedlung hatte der leitende Architekt des Kruppschen Baubüros, der aus Württemberg stammende Robert Schmohl, übernommen. Er verband die Idee der Gartenstadt mit dem Heimatstil und entwarf eine Arbeitersiedlung mit dörflichem Charakter.
Eine variantenreiche, fachwerkähnliche Fassadengestaltung, tief heruntergezogene Dachtraufen und Ställe zwischen den Häusern erinnern an altwestfälische Bauernhöfe. Das Zweifamilienhaus mit Wohnküche und guter Stube im Erdgeschoss und zwei Schlafräumen im Obergeschoss ist der vorherrschende Bautyp.
Großzügig angelegte Nutzgärten für Gemüseanbau und Kleintierhaltung und eine geschickte Eingrünung der zumeist gewundenen Straßen und Plätze unterstreichen auch heute noch das Bild einer romantisch-heimatlichen Idylle.
Ende der 1970er Jahre wurde die Siedlung Dahlhauser Heide vom Landeskonservator unter Denkmalschutz gestellt. Seitdem sind unter Beibehaltung des äußeren Erscheinungsbildes umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität erfolgt.

Autor: Route Industriekultur/ Redaktion baukunst-nrw

Objektkommentare

1 Kommentar / Kommentar verfassen

Sandra schrieb am 27.07.2017 um 12:20
Trotz ihrer herausragenden Stellung unter den Zechensiedlungen des Ruhrgebiets hat die Stadt Bochum es bislang nicht für nötig gehalten diese als Denkmalbereich auf die Liste der Baudenkmäler eintragen zu lassen. Daher steht die Siedlung Dahlhauser Heide aktuell nicht unter Denkmalschutz. Seit beginn der 80er Jahre regelt eine Gestaltungssatzung die Modernisierungen, welche aktuell überarbeitet wird. Der vorgelegte Entwurf der Stadt Bochum beinhaltet jedoch drastische Änderungen bei den Farbvorgaben. So sollen zukünftig nur anthrazitfarbene Dacheindeckungen gestattet werden und statt der Pfannengedeckten Vordächer sollen zukünftig Stahl-Glas-Konstruktionen angebracht werden.

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