Schloss Hovestadt in Lippetal

Ansicht von Süden

Schloss Hovestadt von Norden aus gesehen

Blick von der Zufahrt zum Schloss

barocke Wirtschaftsbauten

Wirtschaftsgebäude mit integrierter Kapelle

Zufahrt zum Schloss

Schloss Hovestadt

schloss-hovestadt.de/

Schloßstraße 1, 59510 Lippetal

Legende für Merkmale

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denkmalgeschütztes Objekt

1563-72

Renaissance
Barock

Laurenz von Brachum

Goswin von Ketteler

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Objekte gesamt: 2010

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Schloss Hovestadt

Die Geschichte des im gleichnamigen Dorf der Gemeinde Lippetal gelegenen Wasserschlosses Hovestadt lässt sich bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen.

Ursprünglich existierte an gleicher Stelle eine bischöflich-kölnische Landesburg, die der Grenzsicherung und dem Schutz des Lippeübergangs diente. Ab 1483 gelangte die Burg in den Besitz der Herren von Ketteler.

Das Schloss in seiner heutigen Form ließ Goswin von Ketteler in den Jahren 1563 bis 1572 errichten. Stilistisch lässt sich der Bau der Lipperenaissance zuordnen. Mit den Plänen beauftragt wurde der bekannte Baumeister Laurenz von Brachum, welcher zudem für das im benachbarten Ortsteil Lippborg gelegene Haus Assen verantwortlich zeichnet. Auch an der Bauplastik von Schloss Horst in Gelsenkirchen hatte Laurenz von Brachum mitgewirkt.

Nach dem Aussterben der Linie von Ketteler, erbten zunächst die Freiherren von Haiden zu Schönrade und Boke die Anlage. 1710 verkauften diese Schloss Hovestadt an den Freiherrn Friedrich Bernhard Wilhelm von Plettenberg-Lenhausen. Noch heute bewohnt die Familie des Grafen von Plettenberg-Lenhausen das Schloss.

Im Jahr 1730 begannen schließlich umfassende Umbau- und Renovierungsarbeiten im Inneren und am Außenbau des Schlosses. Dabei wurden der Ost- sowie der Nordflügel jeweils um zwei Achsen verlängert. Obwohl oft Johann Conrad Schlaun als Urheber dieser Maßnahmen genannt wird, lässt sich die Mitwirkung des berühmten Barockbaumeisters nicht sicher belegen. Dennoch werden ihm die zwei Torhäuser und die vier eingeschossigen Wirtschaftsbauten mit Mansarddächern der Vorburg zugeschrieben, welche ab 1747 entstanden sind. In den südöstlich gelegenen Wirtschaftsbau ist sowohl eine Orangerie als auch eine Kapelle integriert. Ausgezeichnet wird diese sakrale Funktion am Außenbau durch einen Dachreiter. Im Inneren hat sich die Deckenmalerei in Teilen erhalten.

Bemerkenswert ist die barocke Parkanlage, in die das Schloss eingebettet ist und welche ebenfalls aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt. Diese wurde in den 1990er Jahren nach einem historischen Plan aus dem 18. Jahrhundert instandgesetzt.

Das Herrenhaus ist zweiflügelig angelegt, obwohl es ursprünglich als Vierflügelanlage errichtet werden sollte. Es besteht aus Backstein mit Verzierungen aus Ziegel- und Sandstein. An der nordöstlichen Gebäudeecke befindet sich ein dreigeschossiger Turm. Die aufwendige Verzierung der Fassade mit Kreisen, Rauten und Bändern ist charakteristisch für die Lipperenaissance. Ein ähnlicher Dekor lässt sich auch bei Haus Assen beobachten.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 27.03.2019

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Kategorien:
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