südliche Ansicht der Kirche

Blick in den Innenraum zum Altar

St. Nikolaus Eslohe-Cobbenrode

Olper Straße 21, 59889 Eslohe

1931

Moderne

Karl Wibbe

Erzbistum Paderborn

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Objekte gesamt: 2010

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St. Nikolaus Eslohe-Cobbenrode

St Nikolaus liegt in der Gemeinde Eslohe im Sauerland, im Ortsteil Cobbenrode. Die Pfarrkirche wurde im Jahr 1931 nach Plänen von Karl Wibbe errichtet und überrascht im ersten Moment durch ihr vermeintlich traditionell anmutendes Erscheinungsbild, das zunächst im Widerspruch mit dem relativ jungen Baudatum steht. Für den Neubau wurden die Fundamente eines Vorgängerbaus verwendet, der aus dem Jahr 1707 stammte und laut Aufzeichnungen aus dem Jahr 1913 schwer baufällig war.

Die Kirche wurde als rechteckiger Bau errichtet, mit einem polygonalen Chor im Westen und einem ebenfalls rechteckigen, dem Mittelschiff vorgesetzten Turm, der in das steile Satteldach hineinragt. An die Seitenschiffe fügen sich südlich eine kleine rechteckige Kapelle und nördlich die Sakristei an. Von innen wie auch von außen ist die Kirche weiß verputzt. Stilistisch orientiert sich St. Nikolaus an Formen der Gotik und an den regionalen Bautraditionen. So wird die Kirche durch breite spitzbogige Fenster beleuchtet und durch schräg angelegte Strebepfeiler scheinbar von allen Seiten gestützt. Ein großes Maßwerkfenster durchbricht den Kirchturm und bestimmt die Fassade.

Von Innen unterteilt sich der Raum in ein breites Mittelschiff und zwei sehr schmale Seitenschiffe, die dadurch so sehr in den Hintergrund treten, dass der Raum beinahe wie ein Saalbau wirkt. Von den Pfeilern aus verlaufen jeweils spitzbogige Grate ohne Kapitelle, Gesimse oder Schlusssteine hoch in das Gewölbe, sodass der Innenraum durch eine Reihe hintereinander gereihter Spitzbögen gegliedert wird. Wibbes Inspiration wird hier sehr deutlich. Der Innneraum scheint eng mit dem der Kirche St. Apollinaris in Lindlar-Frielingsdorf verwandt zu sein, die in den Jahren 1927 bis 1928 nach einem Entwurf von Dominikus Böhm entstanden ist. Der Chor ist leicht erhöht und wird durch fünf Gewölbekappen überfangen, die ihr Zentrum über dem Altar finden. Im nördlichen Seitenschiff befindet sich die Orgelempore, die in die Wand einschneidet und so die Spitzbögen durchbricht. Dadurch wird sichtbar, dass die Wandkonstruktion kein tragendes Element darstellt.

Von der Ausstattung des Vorgängerbaus hat sich unter anderem der barocke Hochaltar erhalten, der im Jahr 1761 geschaffen wurde. Darüber hinaus gehören ein Kruzifix aus der Zeit um 1530, eine Pietá und gotische Weichholzplastik des Namenspatrons St. Nikolaus aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts und mehrere Heiligenskulpturen aus der Zeit gegen Ende des 15. Jahrhunderts zum Besitz der Kirche.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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