St. Nicolai in Lemgo

Blick auf die Doppelturmfassade

St Nicolai mit Zeughaus im Vordergrund

Innenraum von St. Nicolai

südlicher Nebenchor mit Epitaph für Franz von Kerssenbrock

Kanzel der Kirche

Epitaph für Moritz von Donop

Taufbecken

Buntglasfenster mit Widmung für Pastor Holzapfel

St. Nicolai in Lemgo

Papenstraße, 32657 Lemgo

Legende für Merkmale

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IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1190 / 1283/1300 (Umbau)

Romanik
Gotik

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Objekte gesamt: 2010

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St. Nicolai in Lemgo

Die evangelische Pfarrkirche St. Nicolai in der Lemgoer Altstadt entstand um 1190.
Die heutige Hallenkirche wurde zunächst als zweijochige Basilika im gebundenen System mit einem gerade geschlossenen Chor errichtet. Schon bald nach Baubeginn wurden die Pläne geändert: Anstatt einem einzigen Turm im Westbau wurde eine Doppelturmfassade entworfen, die bis heute das Lemgoer Stadtbild prägt.
In den Jahren 1283/1300 wurde St. Nicolai durch Ausbruch der Zwischenstützen zu einer vierjochigen Hallenkirche umgebaut. Der polygonal geschlossene Chor stammt von der hochgotischen Erweiterung der Ostteile der Kirche 1310-30. 1365/75 wurden die Sakristei und der sogenannte Engelschor im Norden angefügt.
Die beiden Westtürme sind mit unterschiedlichen Turmhelmen bedeckt: Ein geschweifter Helm in Renaissanceformen aus dem Jahr 1569 schließt den Nordturm, den sogenannten Wächterturm, nach oben hin ab. Der Südturm wurde 1661-63 mit einem gedrehten Spitzhelm bekrönt.
St. Nicolai wurde aus Bruchstein errichtet und verputzt sowie mit einer Werksteingliederung versehen. Das ehemalige, schwach ausgeprägte Querhaus ist heute noch im dritten Joch (von Westen) als solches zu erkennen und zeichnet sich durch seine reiche Gestaltung mit Bogenfriesen und Stufenportalen aus.
Die Halle und der Engelschor sind mit Quergiebeln besetzt. Maßwerkfenster lassen Licht in das Kircheninnere; dabei ist das aufwendige Maßwerk am Chor in hochgotischen Formen gehauen. Der Haupteingang in der Doppelturmfassade zeigt sich als spitzbogiges Stufenportal, bekrönt von einer Fensterarkatur, die von einem breiten Bogen überfangen wird.
Das Innere der evangelischen Pfarrkirche zeichnet sich durch seinen einheitlich wirkenden Hallenraum, in dem Teile der frühgotischen Basilika erhalten sind, aus. Im Turmjoch ist der Ursprungsbau zu erkennen.
Das Kreuzgratgewölbe, hier auch als Domikalgewölbe zu bezeichnen, (da es zur Mitte hin steil an steigt, so dass der Scheitel des Gewölbes deutlich höher liegt als der der Schildbögen,) ist im Turmjoch und in der Vierung achtteilig sowie mit einem Schlussring versehen. Im Chor ziert den Schlussstein eine lippische Rose. Das Gewölbe ruht auf Kreuzpfeilern mit Halbsäulenvorlagen und eingestellten Diensten, die mit Kelchblockkapitellen versehen sind. Die Seitenschiffe wurden beim Ausbau zur Hallenkirche angeglichen und sind im Wechsel mit unterschiedlich gestalteten Gewölben überfangen.
Die reich ausgestattete Nicolaikirche in Lemgo wurde 1956-64 und erneut 2002-09 saniert und restauriert. Dabei wurde 1961-63 die polychrome Gewölbeausmalung, die sich aus spätromanischem Ornament und gotischem Rankenwerk zusammensetzt, freigelegt und ergänzt.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 19.08.2014

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