Luftbild St.-Martin-Kirche Raesfeld

Luftbild Raesfeld mit St.-Martin-Kirche

Luftbild

St.-Martin-Kirche in Raesfeld, von Süden

Westansicht mit Turm, St.-Martin-Kirche Raesfeld

Choransicht von Osten

St.-Martin-Kirche Raesfeld

Borkener Straße 1 , 46348 Raesfeld

Legende für Merkmale

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denkmalgeschütztes Objekt

1856-1860

Historismus

Diözesanbaumeister Hilger Hertel der Ältere

- keine Angabe -

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St.-Martin-Kirche Raesfeld

Die katholische Pfarrkirche St. Martin in Raesfeld ist ein denkmalgeschütztes Sakralgebäude und ein prägender Bestandteil des Ortsbildes. Ihr heutiger Bau entstand zwischen 1856 und 1860 nach Entwürfen von Hilger Hertel dem Älteren und folgt dem Typus der neugotischen Hallenkirche. Charakteristisch ist die Verbindung des 19.-jährigen Kirchenschiffs mit einem deutlich älteren Westturm.

Der Turm geht in seinem Kern auf das 12. Jahrhundert zurück. Sein unteres Geschoss besteht aus massiven Bruchsteinmauern und dokumentiert die mittelalterlichen Ursprünge des Bauwerks. Nach einer Plünderung im Zusammenhang mit der münsterischen Stiftsfehde wurde der Turm im Jahr 1512 wiederaufgebaut und um zwei Geschosse aus Backstein erhöht. 

Auch im Inneren bewahrt die Kirche bedeutende Zeugnisse älterer Ausstattung. Zu den erhaltenen Holzskulpturen zählen eine Darstellung des heiligen Martin aus dem 17. Jahrhundert, eine Figur der heiligen Anna selbdritt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts sowie eine Paulusfigur aus dem frühen 18. Jahrhundert. Die gegenwärtige Orgel wurde in den Jahren 2016/2017 von der Orgelbaufirma Fleiter aus Münster-Nienberge eingebaut.

Im Umfeld der Kirche wird seit 2025 der Kirchplatz im Rahmen der Dorfentwicklung neu gestaltet. Die Maßnahme umfasst eine Fläche von 750 Quadratmetern, beinhaltet die Erneuerung des Pflasters und die Angleichung von Höhenunterschieden zur barrierefreien Nutzung. 

In ihrer baulichen Entwicklung vereint die Pfarrkirche St. Martin mittelalterliche Substanz mit neugotischer Architektur des 19. Jahrhunderts und stellt damit ein anschauliches Beispiel für die historisch gewachsene Sakralarchitektur im westlichen Münsterland dar.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrrw
Text zuletzt geändert am 10.02.2026

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Architektur » Öffentliche Gebäude » Sakralbauten

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