Seitenansicht des Mittelteils

Blick über den Schulweg-Steg

Ansicht vom Ufer

Brücke bei Nacht

Brücke bei Nacht

Seitliche Ansicht mit Trägerkonstruktion

Aufsicht der Stahlkonstruktion

Schulweg-Steg Hängebrücke

Datteln-Hamm-Kanal, km 40,6, 59071 Hamm

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt

1915

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Objekte gesamt: 2010

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Schulweg-Steg Hängebrücke

Unmittelbar oberhalb der Schleuse Werries befindet sich bei Kanal-Kilometer 40,6 der Schulweg-Steg, eine der bemerkenswertesten Fußgänger-Hängebrücken in Deutschland, die über den Datteln-Hamm-Kanal führt. Die Brücke wurde in den Jahren 1915 bis 1917 geplant und fertig gestellt.
Das stählerne Hängetragwerk besteht aus vernieteten Bandgurten, die an beiden Enden am Versteifungsträger befestigt sind und damit eine in sich verankerte Hängebrücke bilden. Vorbild dieser Konstruktion waren zu der Zeit die damals jüngsten und weitesten Hängebrücken in Deutschland, die Kaiserbrücke in Breslau und die Kettenbrücke über den Rhein bei Köln.
Die Entstehung der Brücke ist auch im Zusammenhang mit der künstlerischen Reformbewegung des „Neuen Bauens“ um 1910 zu sehen. Gestalterisch und konstruktiv orientierte man sich für die eher bescheidene Aufgabe in Hamm dennoch am neuesten technischen Entwicklungsstand der damaligen Ingenieurskunst. Sie ist damit ein Zeugnis für das produktive Zusammenwirken von Baukunst und Ingenieurbau des frühen 20. Jahrhundert und steht deshalb auch seit 1990 unter Denkmalschutz.
Die Brücke ist zudem Bestandteil der „Route der Industriekultur“ NRW. Die Lichtinstallation von Kirsten und Peter Kaiser aus Münster, die als Projekt im regionalen Netzwerk „Hellweg - ein Lichtweg“ realisiert wurde, betont auf einzigartige Weise die besondere Architektur der Brücke.
Zwischen den stadttorähnlichen Pylonen der Brücke wurden Lichtvorhänge installiert, die als „Hammer Fenster“ die gitterförmigen Elemente der Pfeiler beleuchten.
Das doppelseitige Geflecht vermittelt durch den Moiré-Effekt trotz seiner Starrheit den Eindruck einer Bewegung bei der Tag- und Nachtansicht.
Damit wird die Brücke in ein dezentes Licht getaucht. Zudem werden temporär, durch vorbeigehende Passanten ausgelöst, Up-Lights eingeschaltet, die die unter den Pylonen liegenden Torbögen von unten nachzeichnen. Die Lichtinstallation betont auf einzigartige Weise die besondere, denkmalgeschützte Architektur der Brücke.

Autor: Stadt Hamm

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