Neubau der Folkwang Universität der Künste für den Fachbereich Gestaltung

Blick auf die östliche Fassade

Blick entlang der Westfassade

Ansicht Fassade Süd/Ost

Ausschnitt der Westfassade

Fassadendetail

Tageslichtstudio Innenraum

Ansicht Foyer

Treppen im Foyer

Neubau der Folkwang Universität der Künste

neubau.folkwang-uni.de/

Martin-Kremmer-Straße 21, 45327 Essen

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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ausgezeichnetes Objekt

2010-17

Gegenwart

MGF Architekten GmbH

Welterbe Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG

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Objekte gesamt: 2010

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Neubau der Folkwang Universität der Künste

Das Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem international anerkannten Zentrum für Kultur, Kunst und Kreativwirtschaft. Auf Basis eines Masterplans von Rem Koolhaas wird das Gebiet in den kommenden Jahren mit einer Reihe von Neu- und Umbauten und dem denkmalgerechten Erhalt des Bestands zur „Designstadt“ fortentwickelt.

MGF Architekten aus Stuttgart platzierten auf dem ehemaligen Materiallagerplatz der Zeche einen maßgeschneiderten Bildungsstandort für junge Kreative. Den städtebaulichen Vorgaben folgend reihten die Architekten vier unterschiedlich proportionierte Kuben so aneinander, dass diese den städtebaulichen Abschluss des neuen Quartiers Nord an der Peripherie des denkmalgeschützten Areals bilden. Der Neubau integriert das umfangreiche Raumprogramm für die Studiengänge Fotografie, Industrial Design, Kommunikationsdesign sowie Kunst und Designwissenschaft. Zusammen mit dem bekannten SANAA Gebäude bildet der langgestreckte Baukörper nun den Campus Welterbe Zollverein der Folkwang Universität der Künste. Für 20 Jahre hat die Kunsthochschule den passgenauen Bau gemietet.

Schon im Wettbewerbsentwurf wurde eine flächenbündige Fassade als Reminiszenz an die Architektur der Zeche thematisiert. Im Planungsprozess kristallisierte sich eine klassische Vorgehängte Hinterlüftete Fassade als adäquate Lösung für die äußere Gebäudehülle heraus, mit puristischer Anmutung und technisch auf höchstem Niveau. Während die konventionelle Verglasung diffusionsdicht in der Dämmebene liegt, ordneten die Planer die äußere Prallscheibenschicht, welche die Raffstoren aus Aluminiumlamellen vor Wind und Wetter schützt, auf einer Ebene mit den Fassadentafeln an. Zwischen der drei Millimeter dicken Bekleidung aus feuerverzinktem Stahl und den Prallgläsern, die mit einem dunklen U-Profil gefasst sind, verläuft ein markanter Abstand von sechs Zentimetern. Vertikale Fugen und die Formate von Fenstern und Bekleidung sind präzise aufeinander abgestimmt.

Der Bau schafft die räumlichen Voraussetzungen für eine einzigartige transdisziplinäre Studienstruktur, die durch die Verbindung von Theorie und Praxis neue Sicht- und Vorgehensweisen generiert. MGF Architekten ließen sich bei der Formfindung durch den Städtebau und die Architektur der Zeche inspirieren. Sie reihten unterschiedlich große Kuben mit eingeschnittenen Höfen und Atrien aneinander. Prägnante Vor- und Rücksprünge gliedern das langgestreckte Ensemble. Im Innern verknüpfen Verkehrsflächen und geschossübergreifende Lufträume die einzelnen Körper zu einem Raumkontinuum. Für eine spätere Um- oder Nachnutzung bietet die Stahlbetonskelettbauweise mit Stützenkonstruktion und wenigen aufsteigenden Kernen maximale Flexibilität. So trägt der mit DGNB-Platin zertifizierte Bau zur Revitalisierung und Weiterentwicklung des Welterbes Zollverein bei.

Auszeichnungen:
Deutscher Fassadenpreis 2018 für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (FVHF, Bundesfachabteilung Fassadenbau), Preisträger
Auszeichnung guter Bauten 2017 (BDA Essen), Auszeichnung
Architekturpreis NRW 2018 (BDA NRW), Auszeichnung

Autor: Susanne Ehrlinger / Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 13.01.2020

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