Kraftwerk Harkort

Kraftwerk Harkort

Schöntaler Straße 66, 58300 Wetter

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denkmalgeschütztes Objekt

1907/08

- keine Angabe -

Architekt Bruno Taut
(Turbinenhaus)

Firma Peter Harkort und Sohn

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Objekte gesamt: 2010

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Kraftwerk Harkort

An den beiden oberen Stauseen des Ruhrverbands - Hengstey- und Harkortsee - spielt die Wasserkraftnutzung eine besondere Rolle. Der Hengsteysee dient als Unterbecken des Pumpspeicherkraftwerks Herdecke und der Harkortsee als Ausgleichsbecken beim Pumpspeicherbetrieb. Am Ende des 3,1 Millionen m³ fassenden Harkortsees wird in einem sehenswerten Turbinenhaus Strom aus dem durchfließenden Ruhrwasser gewonnen. Die Stauhöhe des Wehres beträgt 7,8 Meter und die Seeoberfläche 1,4 km².
Aufgrund der Bekanntschaft mit Karl Ernst Osthaus konnte Bruno Taut 1907/08 den Auftrag für das Turbinenhaus der Firma Peter Harkort und Sohn (Schöntaler Stahl- und Eisenwerke) in Wetter entgegennehmen. Es bildet den Abschluss des etwa einen Kilometer langen, beinahe vollständig geraden Werkskanals, welcher das Ruhrwasser dem Turbinenhaus zuführt. Es war der Wunsch des Bauherrn, dass das Gebäude künstlerisch gestaltet sein soll und sich in die Landschaft einfügen möge. Das Material des Gebäudes der Kraftstation ist der sehr harte und farbenprächtige Ruhrsandstein, ein im Grund dunkelgraues, mit roten Adern durchzogenes Material. Das heutige Kraftwerk wurde zusammen mit dem 1931 fertig gestellten Harkortsee gebaut. Es ersetzte damals das alte Kraftwerk Harkort. Das alte Turbinenhaus mit seiner Sandsteinfassade steht heute unter Denkmalschutz.
Als Vertreter des Neuen Bauens und als Anwender der Möglichkeiten, die durch die neuen Produktionsweisen eröffnet wurden, lehnte Taut historisierende Bauformen und dekorative Ornamente, die bis dahin die Architektur entscheidend mitgeprägt hatten, ebenso ab wie einen einheitlichen Formenkatalog.

Siehe auch Route Industriekultur

Autor: Route Industriekultur/ Redaktion baukunst-nrw

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