Rathaus der Stadt Höxter im Historischen Stadtkern

Kloster Corvey

Marienkirche

St. Kiliani

St. Nikolai

Stadtmauer mit Durchgang

Alte Dechanei

Haus Horstkotte

Fachwerkhäuser in der Nagelschmiedstrasse

Historischer Stadtkern Höxter

Marktstraße, 37671 Höxter

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt

9. bis 18. Jh.

Romanik
Gotik
Renaissance
Barock

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Historischer Stadtkern Höxter

Die im Weserbergland gelegene Stadt Höxter hat sich ihre historische Stadtsilhouette in großen Teilen bewahrt. Bereits im 7. bis 8. Jahrhundert lässt sich die Entwicklung einer Siedlung hier nachvollziehen. Bekannt ist Höxter für das 815 gegründete Kloster Corvey, welches zu den bedeutendsten Klosteranlagen des frühen Mittelalters in Europa zählt und seit 2014 mit seinem karolingischem Westwerk zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Sowohl um Corvey als auch in der heutigen Altstadt Höxters bildeten sich im frühen Mittelalter Siedlungen, die in direkter Konkurrenz um das Stadtzentrum standen. Diese Konkurrenz endete im Jahr 1265, als der Paderborner Bischof mit Unterstützung der Bürger Höxters Corvey überfiel. Infolgedessen wurde die Siedlung in Corvey aufgegeben.

Heute liegt das Kloster daher außerhalb des Zentrums in einem ländlichen Umfeld, während sich der historische Stadtkern weiter westlich befindet. Der Stadtkern erstreckt sich auf einem annähernd halbkreisförmigen Grundriss, der im Süden an die Weser grenzt.

Ein Markt und eine Weserbrücke lässt sich im Jahr 1115 nachweisen und um 1180 soll Höxter bereits den Charakter einer Stadt entwickelt haben. Eine wirtschaftliche Blütezeit erreichte Höxter, das seit 1295 Mitglied der Hanse war, im 16. bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts. Innerhalb des Dreißigjährigen Krieges, war insbesondere das sogenannte „Blutbad von Höxter“ schwerwiegend, bei dem fast 1100 Bürger starben. Einen leichten wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnete Höxter erst wieder im 19. Jahrhundert unter preußischer Herrschaft.

Nahe der Weser befindet sich die evangelische Kirche St. Kiliani, deren Ursprungsbau auf das späte 8. Jahrhundert zurückgeht. Das romanische Westwerk der Kirche mit ihrer Doppelturmfassade stammt aus dem 11. Jahrhundert. Nicht weit von St. Kiliani entfernt siedelten sich auf Veranlassung des Corveyer Abtes im Jahr 1248 Franziskaner-Minoriten an. Das ehemalige Kloster mit der Marienkirche besitzt seit 1850 die evangelische Gemeinde. Im Zentrum des Stadtkerns liegt die im Stil des Weserbarocks in den Jahren 1766 bis 1770 errichtete St. Nikolai Kirche.

Die aus dem 12. und 14. Jahrhundert stammende Stadtbefestigung von Höxter ist hat sich in großen Teilen erhalten. Bewahrt haben sich die Reste eines Wehrgangs, mehrere halbrunde Schalentürme und zwei von ursprünglich fünf Warttürmen.  

1351 wurde das Rathaus der Stadt erstmals erwähnt. Das Erdgeschoss aus Bruchstein lässt sich auf die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts datieren , während das Obergeschoss aus Fachwerk im Jahr 1783 zusammen mit dem Turmhelm erneuert wurde.

Die zahlreichen Fachwerkbauten im Historischen Stadtkern gehen auf das 15. bis 17. Jahrhundert zurück und sind teilweise mit reichen Schnitzereien versehen. Der bekannteste dieser Wohnbauten ist das als Dechanei oder Ameluxenscher Hof bezeichnete Haus auf der Marktstraße. Das ursprünglich bereits im 13. Jahrhundert erbaute Gebäude wurde von 1564 – 1571 durch Christoph von Amelunxen im Stil der Weserrenaissance umgebaut.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 30.04.2019

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