Hauptbahnhof Krefeld

Hauptbahnhof Krefeld (um 1909)

Blick auf den Turm vom Hauptbahnhof Krefeld

Hauptbahnhof Krefeld, Bahnsteighalle von außen

Hauptbahnhof Krefeld, Bahnsteighalle Innenansicht

Bahnhofshalle Hauptbahnhof Krefeld

Lichtinstallation

Hauptbahnhof Krefeld

Am Hauptbahnhof 1, 47798 Krefeld

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denkmalgeschütztes Objekt

1907

Historismus

Karl Biecker

Preußische Staatsbahnen

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Hauptbahnhof Krefeld

Der 1907 eröffnete Krefelder Hauptbahnhof wurde nach Entwurf des Architekten und Eisenbahn-Baubeamten Karl Biecker errichtet und steht in axialem Bezug zur südlichen Verlängerung des Ostwalls. Der Neubau war Teil einer umfassenden Neuordnung der Bahnanlagen, die aufgrund des stark gestiegenen Verkehrsaufkommens und zahlreicher Bahnübergänge notwendig geworden war. Nach vertraglichen Regelungen zwischen Stadt und preußischem Staat entstanden zunächst neue Güter- und Provisorienbahnhöfe, bevor der alte Bahnhof abgerissen und an gleicher Stelle neu errichtet wurde. Biecker war zeitgleich auch an weiteren bedeutenden Bahnhofsprojekten beteiligt.

Die 113 Meter lange Stadtfassade des Empfangsgebäudes ist durch unterschiedlich hohe und breite Bauabschnitte sowie den dominanten, 56 Meter hohen Uhrenturm gegliedert. Stilistisch verbindet der Bau Elemente der nordischen Renaissance, des Frühbarocks und des Jugendstils. Verschiedene Natursteinmaterialien und Oberflächenbearbeitungen beleben die Fassade, während horizontale Gesimse die unterschiedlichen Teile zusammenbinden. Der zentrale Haupteingang ist als repräsentatives „Tor zur Welt“ gestaltet. Im Inneren bildet die etwa 20 Meter hohe Kuppelhalle mit reicher marmorierter Ausstattung und Schablonenmalerei den Mittelpunkt, ergänzt durch zeittypische Service- und Wartesäle.

Nach Kriegszerstörungen erfolgten umfangreiche Instandsetzungen und Umbauten, die das Erscheinungsbild lange prägten. Erst die Sanierung von 1994 bis 1996 stellte wesentliche historische Elemente wieder her und passte den Bahnhof modernen Anforderungen an. Dabei wurden auch künstlerische Akzente integriert, etwa Licht- und Glasarbeiten von Günther Dohr und Hubert Spierling. Die Bahnsteige sind über eine große, dreischiffige Bahnsteighalle von 1907 erschlossen, deren Stahlkonstruktion bis heute erhalten ist. Ergänzend existieren ein Gepäcktunnel sowie kleinere bauzeitliche Nebenbauten auf den Bahnsteigen.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 15.12.2025

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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Verkehrsbauten (Bahnhöfe, Flughäfen)

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