St. Matthias in Reifferscheid von Osten

St. Matthias in Reifferscheid

St. Matthias in Reifferscheid

St. Matthias in Reifferscheid

St. Matthias in Reifferscheid

St. Matthias in Reifferscheid, Westansicht

Kircheninnenraum, Blick zum Chor

Kircheninnenraum, Blick zum Chor

Kircheninnenraum, Seitenschiff

Blick nach Westen zur Orgelempore

Gotisches Sterngewölbe im Chor aus dem 15. Jh.

Kirche St. Matthias in Reifferscheid

Marktpl. 1, 53940 Hellenthal

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denkmalgeschütztes Objekt

15. Jh.

Gotik

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Kirche St. Matthias in Reifferscheid

Die Kirche Sankt Matthias in Reifferscheid steht südlich von Burg und Burgort auf einem Geländesporn über dem Tal des Reifferscheider Baches. Ihre Lage innerhalb des Berings der historischen Burgsiedlung unterstreicht die enge Verbindung von Sakralbau und befestigter Siedlungsstruktur.

Der heutige Bau ist eine dreischiffige Hallenkirche des ausgehenden Mittelalters, ursprünglich dem Heiligen Kreuz geweiht. Bis 1489 bestand vermutlich lediglich ein zweischiffiger Bau mit Holzdach. Der südöstlich vorgelagerte Rundturm diente zunächst als Zugang zum Wehrgang der äußeren Mauer der Burgsiedlung und belegt die wehrhafte Prägung des Ortes.

Eine zweite Bauphase, die bis 1491 reichte, brachte wesentliche Erweiterungen: Das südliche Seitenschiff wurde in Verbindung mit der Wehrmauer und dem Rundturm errichtet, der Chor vergrößert und die Gewölbedecken angelegt. In einer dritten Bauphase folgten Veränderungen im Innenraum. Nach einem Großbrand im Jahr 1669 wurde der Kirchturm auf seine heutige Höhe aufgestockt; zugleich ersetzte man die beim Brand geschmolzenen Glocken. Umfangreiche Reparaturen wurden zwischen 1860 und 1867 durchgeführt, während in den Jahren 1948 bis 1979 Kriegsschäden behoben wurden.

Die Kirche befindet sich innerhalb des historischen Burgareals von Burg Reifferscheid. Die Stammburg der Herren von Reifferscheid ist seit dem 12. Jahrhundert urkundlich belegt. Im Jahr 1385 gelangte die Herrschaft an das Erzbistum Köln. Nach der Konfiskation des Besitzes des Grafen Sigismund von Reifferscheid durch die französische Besatzung im Jahr 1794 wurde die Burg verkauft und zum Abbruch freigegeben.

Die Kirche Sankt Matthias ist damit nicht nur ein Zeugnis spätmittelalterlicher Baukunst, sondern auch ein bauliches Dokument der wechselvollen Herrschafts- und Siedlungsgeschichte des Ortes.

Autor*in: Redaktion baukunst-nrw
Text zuletzt geändert am 18.02.2026

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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Sakralbauten

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