Hörder Burg in Dortmund

Luftbild Phoenix-See mit Hörder Burg

Blick über den Phoenix-See auf die Burg

Ansicht Westseite

Blick auf die Westfassade

Turm der Hörder Burg

Hörder "Vorburg"

Hörder Burg

Hörder Burgstraße 17, 44263 Dortmund

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

x zum Schließen, hier klicken

denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

12 Jh. (Ursprungsbau)/ nach 1297 (Umbau) / 1894-1911 (Umbau Hauptgebäude) / ab 2008 (Restaurierung) / 2015-16 (Umbau Sparkassenakademie)

Gotik
Historismus
Gegenwart

- keine Angabe -
(Ursprungsbau)
Architektin & Stadtplanerin Susanne Schamp | Schamp & Schmalöer, Architektur und Städtebau
(Umbau Sparkassenakademie 2016)
Architekt & Stadtplaner Richard Schmalöer | Schamp & Schmalöer, Architektur und Städtebau
(Umbau Sparkassenakademie 2016)

DIAG VERWALTUNGSGESELLSCHAFT MBH
(Umbau Sparkassenakademie 2016)

Objekt merken | Merkliste / Routenplaner (0)

Objekte gesamt: 2010

Volltextsuche:

Objekte suchen:

Jetzt suchen

Detailsuche mit weiteren Suchkriterien

Objektanzahl: 2150

Hörder Burg

Die Hörder Burg, welche sich im gleichnamigen Stadtteil Dortmunds befindet, ist eine ehemalige Wasserburg, deren Ursprünge bis auf das 12. Jahrhundert zurückreichen. Sie liegt am künstlich angelegten Phoenix-See, welcher zur Revitalisierung des stillgelegten Stahlwerks Phoenix-Ost entstanden ist.

Erbaut wurde eine erste Burganlage durch die Herren von Hörde im späten 12. Jahrhundert. Graf Eberhard von der Mark ließ diese nach 1297 schließlich zu einer Wasserburg umbauen. Während der Großen Dortmunder Fehde, im Zuge derer dem Dorf Hörde im Jahr 1340 die Stadtrechte verliehen wurden, diente die Burg den Grafen von der Mark als Stützpunkt. 1614 ging die Hörder Burg infolge des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits an Brandenburg-Preußen über und wurde als Sitz des Amts Hörde sowie des Eichlinghofer Gerichts genutzt. Innerhalb des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg mehrfach besetzt, brannte unter der Besetzung durch französische Truppen im Jahr 1674 in Teilen ab und wurde anschließend wiederaufgebaut. Im 18. Jahrhundert verfiel die Burg zunehmend.

1840 wurde die Burg durch den Fabrikanten Hermann Diedrich Piepenstock erworben, dessen vom Vater übernommenes Unternehmen sich auf die Produktion von Waren aus Draht sowie Blechen spezialisiert hatte. Auf dem Gelände östlich der Burganlage ließ er daher ab 1841 ein Puddel- und Walzwerk errichten, welches nach seinem Gründer als Hermannshütte benannt wurde. 1852 stellte diese als Hörder Bergwerks- und Hüttenverein die erste Aktiengesellschaft im Hüttenwesen des Ruhrgebietes dar. Das Hauptgebäude der Burg wurde schließlich in den Jahren 1894, 1907 und 1911 zum Firmensitz ausgebaut und die Fassade mit historisierenden Formen gestaltet. Später war die Hermannshütte unter dem Namen Phoenix-Ost bekannt, da 1906 der Hörder Verein mit der Phoenix AG fusionierte. Ab 1917 wurde zusätzlich ein auch als „Vorburg“ bezeichnetes Verwaltungsgebäude nach Plänen von Karl Pohl errichtet.

Infolge des Zweiten Weltkriegs wurde die Hörder Burg in Teilen zerstört und anschließend wiederaufgebaut. 2001 erfolgte die Stilllegung des Werks Phoenix-Ost, welche den Abbruch der Produktionsstätten zur Folge hatte. Danach wurden ab 2008 auf dem Gelände der Hörder Burg archäologische Grabungen durchgeführt und eine Sanierung des Gebäudes vorgenommen.
Heute dient die Hörder Burg als Seminargebäude der Sparkassenakademie NRW. Die Umnutzung der Anlage wurde nach Plänen des Dortmunder Architekturbüros SCHAMP & SCHMALÖER in den Jahren 2015 bis 2016 realisiert.

Der mehrteilige, langgestreckte Baukomplex präsentiert sich als dreigeschossiger Putzbau, dessen historistische Fassadengestaltung sich durch gotische und romanische Elemente wie Zinnen, Biforienfenster oder Stufengiebel auszeichnet. Im Norden schließt fügt sich schräg an das Burggebäude ein quadratischer Turm an, dessen untere drei Geschosse wohl auf den Torturm der Burganlage aus der Zeit der Grafen von der Mark zurückgehen. Um die oberen Geschosse wurde der Turm bis 1911 nach Plänen von Ernst Marx erhöht. Der danebenliegende Trakt stammt im Kern aus der Zeit um 1400 und wurde 1894 nach Osten erweitert.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 13.02.2019

Objektkommentare

0 Kommentare / Kommentar verfassen

Objektkommentar verfassen

zum Objekt Hörder Burg

Ihr Kommentar wird vor Freischaltung durch die baukunst-nrw Redaktion geprüft.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.*

Mit dem Absenden dieses Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten zur Bearbeitung Ihres Kommentars verwendet werden (Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung).

*Pfichtfelder müssen ausgefüllt werden

Kommentar senden

 

Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen

keine Aktion...

Wir möchten unsere Website nutzerfreundlicher für Sie gestalten. Deshalb verwenden wir Cookies. Wenn Sie unser Angebot weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.