die evangelische Kirche in Alpen

Kirchturm von der Straße aus gesehen

evangelische Kirche von Osten

ehemaliger Chor, heute Gruftkapelle

Portal der Kirche

Evangelische Kirche Alpen

Burgstraße, 46519 Alpen

Legende für Merkmale

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IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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denkmalgeschütztes Objekt

1716-18

Barock

Bartolomeo Salla

- keine Angabe -

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Objekte gesamt: 2010

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Evangelische Kirche Alpen

Die evangelische Kirche in Alpen, eine Gemeinde im Kreis Wesel, ist eine barocke Saalkirche aus dem 18. Jahrhundert, die als älteste reformierte Pfarrkirche Deutschlands gilt. Alpen war seit 1581 reformiert, jedoch war die Gemeinde durch die Besetzung der Spanier wieder für einige Jahre der Gegenreformation ausgeliefert. Erst 1600 reformierte die Kurfürstin Amalia den Ort wieder und ließ zu diesem Anlass auch eine neue Kirche bauen. Dieser Vorgängerbau der heutigen Kirche wurde zwischen 1602 und 1604 errichtet und war ein Wandpfeilerbau, der von einem Baumeister aus der italienischen Architektenfamilie Pasqualini entworfen wurde. Ursprünglich war die Kanzel in der Mitte der Längsseite angebracht, sodass der Prediger von allen Seiten gut zu sehen und zu hören war. Damit passte sich die Gestaltung der Kirche dem Bedürfnis der reformierten Gemeinde nach einem auf das Wort ausgerichteten Gottesdienst an.

Infolge eines Stadtbrands im Jahr 1716 wurde die Kirche zerstört. Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau einer neuen Kirche nach Plänen von Bartolomeo Salla begonnnen, der den erhaltenen Chor sowie die Umfassungsmauern der Vorgängerkirche in den Neubau integrierte. Restaurierungen fanden in den Jahren 1902 und 1926 statt. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Kirche Schäden und wurde bis 1959 wiederhergestellt.

Es handelt sich bei der Kirche um einen dreiseitig geschlossenen, verputzen Backsteinsaal. Die Fassade im Süden wird durch den polygonalen Glockenturm dominiert, der durch eine Schweifhaube mit Laterne abgeschlossen wird. Im Osten ist der ehemalige Chor erhalten, der heute als Gruftkapelle dient. Dort befindet sich ein Epitaph für die Kurfürstin Amalia, der 1614 von ihrem Schwager Graf Arnold von Bentheim gestiftet wurde.

Von der Ausstattung aus der Erbauungszeit hat sich unter anderem die aus dem Jahr 1719 stammende Kanzel erhalten. Darüber hinaus befinden sich ein Kronleuchter aus dem 17. oder 18. Jahrhundert in der Kirche sowie die Orgel, welche in den Jahren 1780 bis 1782 entstanden ist.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 15.01.2018

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Kategorien:
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