Blick vom Markt auf die Erlöserkirche Detmold

Straßenzug in Detmold mit Blick auf den Turm der Erlöserkirche

Blick vom Markt auf die Erlöserkirche Detmold

Sakristei an der Nordseite des Chors

Erlöserkirche Detmold

Marktplatz 6, 32756 Detmold

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denkmalgeschütztes Objekt

um 1300 (Chor) / ab 1400 (Ausbau zur Halle) / ab 1547 (Ostjoch) / ab 1564 (Turm)

Gotik
Renaissance

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Objekte gesamt: 2010

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Erlöserkirche Detmold

Die evangelisch-reformierte Erlöserkirche liegt am Detmolder Marktplatz und wurde in mehreren Bauphasen im gotischen Stil errichtet. Sie gilt als das einzige Bauwerk der Stadt Detmold, das sich größtenteils in seiner ursprünglichen mittelalterlichen Form erhalten hat.

Die Erlöserkirche, die früher den Namen St. Vitus trug, wurde etwa um 800 auf einem frühmittelalterlichen Kernbau gegründet, bei dem es sich wahrscheinlich um eine einschiffige Anlage handelte. Aus dem 10. Jahrhundert stammen Mauerreste eines Turmes in der Westwand des Mittelschiffs der Kirche. Der Chor im Osten der Erlöserkirche wurde um 1300 errichtet, während der Ausbau zur Hallenkirche mit dem Westjoch in etwa um 1400 begonnen wurde. Das heutige Ostjoch entstand dagegen nach dem Stadtbrand um 1547. Zur evangelisch-reformierten Kirche wurde die Erlöserkirche ab 1605 unter Graf Simon VI. zur Lippe, einem Anhänger des Calvinismus.

Im Grundriss zeigt sich die Erlöserkirche als zweijochige Hallenkirche mit einem quadratischen Chorjoch, an die sich am südlichen Teil des Ostjochs ein 46 Meter hoher, rechteckiger Turm anfügt. Dieser wurde ab 1564 erbaut und erhielt im Jahr 1592 einen Renaissancehelm. Von außen wurde der Bruchsteinbau hell verputzt und weist Strebepfeiler sowie spätgotische Maßwerkfenster auf. Die Langhausjoche sind jeweils mit Quersatteldächern überdacht. An der Nordseite des Chors wurde eine Sakristei angebaut, die von 1629 bis 1854 als Grablege des Hauses Lippe genutzt wurde.

Im Inneren stellt sich die Gestaltung der Erlöserkirche gemäß dem Calvinismus als einfach dar. Der niedrige Innenraum wird durch spitzbogige Gratgewölbe und Kreuzpfeiler unterteilt. Zur Kirchenausstattung gehören unter anderem eine Barockkanzel aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und eine Orgel, die 1793-96 vom bekannten Orgelbauer Johann-Markus Oestreich angefertigt wurde. Die Turmhalle der Kirche enthält zwei Epitaphien, die zum Gedenken an lippische Adelige errichtet wurden. Es befindet sich dort ein künstlerisch bedeutender Steinepitaph zum Gedenken an Anna von Werpup, die 1586 verstarb. Ein weiterer Epitaph wurde der 1567 verstorbenen Margarete von Kerssenbrock gewidmet und ist dem Frühwerk des Lemgoer Baumeisters und Bildhauers Hermann Wulff zugeschrieben. Zudem befindet sich in der Erlöserkirche eine Feuerglocke aus dem 16. Jahrhundert, die sowohl den Ersten als auch den Zweiten Weltkrieg überstand und als die älteste erhaltene Bronzeglocke Detmolds gilt.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 13.10.2015

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Kategorien:
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