Auferstehungskirche Essen

Manteuffelstraße 26, 45138 Essen

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denkmalgeschütztes Objekt

1930

Moderne

Otto Bartning

Evangelische Kirche Essen

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Auferstehungskirche Essen

Die Auferstehungskirche Essen ist ein evangelisches Kirchengebäude aus dem Jahre 1929. Sie gilt als ein Leitbau des modernen Kirchenbaus in Europa. Der Bau wurde nach Plänen von Otto Bartning 1929/30 mitten in der Weltwirtschaftskrise ausgeführt. Der günstigste Anbieter für die Bauausführung, eine Dortmunder Firma, durfte erst dann beginnen, als sie eine Essener Niederlassung, und damit Arbeitsbeschaffung für Essener Bürger nachweisen konnte.
Otto Bartning setzte hier seine Vision der expressionistischen Sternkirche um, die 1922 Furore gemacht hatte. Es handelt sich um einen schlichten Zentralbau auf kreisförmigem Grundriss, in Skelettbauweise aus Kruppstahl, mit einem Durchmesser und einer Höhe von gut 30 Metern, der aus Korrosionsschutzgründen betonummantelt wurde. Die freien Flächen zwischen den Pfeilern wurden außen mit Ziegelwerk ausgefacht. Mit den Werkstoffen Stahl, Beton und Klinker bekannte sich Bartning sowohl zur Moderne als auch zur Region, in der die Kirche steht. Der Bau fasst etwa 700 Personen.
Im Innern dominiert dunkelgrauer Putz, von dem sich die Säulen und Emporenbrüstungen sowie der Bereich um Kanzel und Altar in hellgrau-beige absetzen. Die farbigen Fensterbänder sind Teil der Wand, die für diese einen ruhigen Rahmen darstellt.
Der Architekt wollte Pseudostimmung vermeiden, die er durch den Rückgriff auf überkommene, aber eben nicht mehr zeitgemäße Bauformen und Baustoffe gegeben sah.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau schwer beschädigt und teilzerstört. Ein Wiederaufbau in vereinfachter Form erfolgte 1948.
Ihr Modell ist als herausragender protestantischer Kirchbau im Deutschen Historischen Museum in Berlin ausgestellt. Die Gemeinde hat zu dem Bauwerk ein zwiespältiges Verhältnis gehabt. Wurde sie dank ihrer außergewöhnlichen Form ursprünglich ironisch Zirkus getauft, so gaben ihr Kinder später den liebevollen Namen „Tortenkirche“ (wegen der Ähnlichkeit zu einer Hochzeitstorte)

Autor: Stefan Koppelmann / Redaktion baukunst-nrw

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