Luftbild Zeche Nachtigall

Betriebsgebäude der ehemaligen Ziegelei Dünkelberg auf dem Gelände des LWL-Industriemuseums Zeche Nachtigall in Witten

Alte Verladetechnik

Ventilgesteuerte Dampfmaschine

Zeche Nachtigall

www.zeche-nachtigall.de

Nachtigallstraße 35, 58452 Witten

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denkmalgeschütztes Objekt

ab 1714

Historismus

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Objekte gesamt: 2010

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Zeche Nachtigall

Im Wittener Muttental, südlich der Ruhr gelegen, grub man früh nach dem "schwarzen Gold" - zunächst in Stollen, dann von senkrechten Schächten aus.
Nachtigall ist eine der ersten Zechen, in denen der Übergang zum Tiefbau erfolgte. 1892 stellte die Zeche die Kohleförderung ein.
1890 arbeiten etwa 880 Bergleute auf der Zeche Nachtigall. Um den Kohlenpreis stabil zu halten und Überproduktion zu vermeiden, wurde die Fördermenge für die einzelnen Zechen im Ruhrgebiet quotiert.
Die größeren Zechen nördlich der Ruhr kauften die nahezu unrentablen Zechen im Muttental auf, um insgesamt größere Mengen fördern zu dürfen. Darüber hinaus ist die Kohle im Wittener Gebiet im Gegensatz zur Fettkohle der nördlicheren Gebiete nicht zur Verkokung geeignet. In einigen Flözen ist der Vorrat zudem erschöpft.
All dies bedeutet dann schon 1892 das Aus für die Kohlenförderung auf Nachtigall. Die Kumpel kommen zum großen Teil in den Zechen der nördlichen Bergbauregion oder in anderen Industriebetrieben unter.
An Stelle des Schachtgebäudes entstand eine Doppelringofenanlage der Ziegelei Dünkelberg, in der bis 1964 viele Millionen Ziegel gebrannt wurden und die heute in das Westfälische Industriemuseum Zeche Nachtigall des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe einbezogen ist
In den drei erhaltenen Betriebsgebäuden der Zeche kann man sich über die Bergbaugeschichte des Ruhrtals informieren.
Thematische Schwerpunkte liegen auf der Entstehung der Kohle, der industriellen Entwicklung des Ruhrtals, dem Kohlenverbrauch, der Ruhrschifffahrt sowie dem Berufsbild des Bergmanns vor etwa 150 Jahren. Eine erhalten gebliebene Verbund-Dampffördermaschine kann heute in Funktion besichtigt werden. Im Rahmen einer Ausstellung zum frühen Bergbau sind auch die Ausgrabungsstätten um den Schacht Hercules zur Besichtigung freigegeben.
Die Landschaft des Muttentals hingegen ist heute wieder natürlich geprägt. Einige Relikte wie Pingen, Stollen, Zechengebäude und Halden, die an die Ursprungszeit des Ruhrbergbaus erinnern, sind durch den Bergbaurundweg Muttental miteinander verbunden. Es findet sich mit der Zeche Nachtigall ein bergbaugeschichtliches Museum im Muttental, und die Museumsbahn im Ruhrtal fährt an der Zeche Nachtigall vorbei, unter anderem zur Henrichshütte nach Hattingen.
Mehr als 30 Sehenwürdigkeiten der Bergbaugeschichte erwarten den Besucher auf einem 9 km langen Bergbaurundweg durch das Muttental. Dazu zählen insbesondere das ehemalige Bethaus mit einer kleinen Ausstellung, ein etwa 130 Meter langer Besucherstollen sowie das Gruben- und Feldbahnmuseum auf der ehemaligen Zeche Theresia.

Autor: Route Industriekultur/ Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 18.09.2007

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