Luftbild Schloss Strünkede

Südflügel mit Brücke

Ansicht Schloss Strünkede bei Nacht

Blick auf den Eckturm

Zufahrt zum Schloss

Blick zum Innenhof und auf den Abschluss des Südflügels im Westen

Blick in den Innenhof

Zufahrtstor mit Wappen von 1664

Blick auf den Chor der Schlosskapelle

Südseite der Schlosskapelle

Ansicht der Kapelle von Südwesten

Grundriss der Schlosskapelle von 1907

Schloss Strünkede mit Schlosskapelle

Karl-Brandt-Weg 5, 44629 Herne

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt

1591-1664 (Schloss) / 14. Jh. (Schlosskapelle)

Barock

- keine Angabe -

Jobst von Strünkede
(Herrenhaus ab 1591)
Gottfried von Strünkede
(Vollendung Herrenhaus 1664)

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Schloss Strünkede mit Schlosskapelle

Im Herner Stadtteil Baukau liegt das Wasserschloss Strünkede, dessen Name sich aus dem mittelhochdeutschen Wort „Strunk“ für „gerodeter Baum“ ableitet. Zur Schlossanlage gehört neben dem weitläufigen Park auch eine Schlosskapelle des 14. Jahrhunderts.

Eine erste Erwähnung der Herren von Strünkede lässt sich auf das Jahr 1142 datieren. Als „castro nostro Strunkede“ wird die dem heutigen Schloss vorausgehende Burg erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1243 genannt. Innerhalb von Grabungsarbeiten konnte jedoch ein Vorgängerbau aus dem 11. Jahrhundert nachgewiesen werden.

Seine heutige Gestalt als repräsentatives Schloss erhielt die Anlage erst ab dem späten 16. Jahrhundert. Auf Veranlassung von Jobst von Strünkede wurde ab 1591 ein Neubau begonnen, da das bestehende Gebäude durch militärische Handlungen schwer beschädigt waren. Unter seinem Enkel, Gottfried von Strünkede, wurden die Arbeiten am Schloss schließlich 1664 abgeschlossen.

Ende des 18. Jahrhunderts ging das Schloss von der Familie von Strünkede durch Heirat zunächst an das Haus von Palandt über. Ab 1810 wechselte es in den Besitz der Familie von Forell, welche Schloss Strünkede schließlich aufgrund massiver Bergsenkungen 1896 an die Harpener Bergbau AG veräußerte. Die Familie selbst bezog eine neue Villa in unmittelbarer Nähe der Schlosskapelle, welche heute die Städtische Galerie beherbergt und als einer von vier Standorten zum Emschertal-Museum der Stadt Herne gehört.

Das Schloss diente in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zahlreichen verschiedenen Zwecken. So wurde es während des Ersten Weltkriegs als Lazarett genutzt, beherbergte in den 1920er Jahren die Schutzpolizei und in den Jahren 1935 bis 1937 die Hitlerjugend, bis die Idee entstand im Schloss ein Museum einzurichten. Die Stadt Herne pachtete das Gebäude und eröffnete dort 1938 eine erste Ausstellung. Im Anschluss an die vorübergehende Schließung des Museums im Jahr 1944 befand sich im Gebäude zeitweise ein Kindererholungsheim der Britischen Heilsarmee. Nachdem die Stadt Herne die Anlage erworben hatte, konnte 1948 das bis heute im Schloss Strünkede beheimatete Emschertal-Museum wiedereröffnen. Präsentiert wird die Geschichte des heutigen Herner Stadtgebiets, die mit der Zeit der Neandertaler beginnt und über die Karolingerzeit bis zur industriellen Entwicklung der Region reicht.

Umbauten im Inneren folgten in den Jahren 1953 bis 1961 sowie Restaurierungsarbeiten zwischen 1975 und 1980. Im Zuge der restauratorischen Maßnahmen erhielt das Schloss unter anderem einen neuen Putz, der nach Analysen alter Putzreste und einer Farblithografie des 19. Jahrhunderts gelb angestrichen wurde. Eine Neugestaltung des Schlossparks wurde 2008 vorgenommen, bei der unter anderem ehemalige Sichtachsen wiederhergestellt wurden. 2009 bis 2011 wurden erneute Sanierungsarbeiten am Schlossgebäude durchgeführt.

Das Herrenhaus von Schloss Strünkede ist vollständig von Wasser umgeben und ist nur über eine Brücke im Süden zugänglich. Der zweiflügelige, L-Förmige Baukörper mit Eckturm im Osten ruht auf einem Bruchsteinsockel und wird durch ein Walmdach abgeschlossen. Eine Gliederung der Fassade erfolgt durch regelmäßige Fensterachsen, eine Eckquaderung, Geschossgesimse und einen Schmucksims  unter der Traufe. Im Kern datiert der Eckturm wohl bereits aus dem 15. Jahrhundert, wurde aber im 17. Jahrhundert verändert. Sein Pyramidendach stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. An den Nordostflügel, der auf das späte 16. Jahrhundert zurückgeht, war ursprünglich ein dritter, eingeschossiger Flügel angeschlossen. Der Südflügel wurde dagegen erst im 17. Jahrhundert begonnen und in zwei Phasen vollendet. Über der Brücke befindet sich ein von Löwen gehaltenes Wappen mit der Jahreszahl 1664.
Südöstlich des Schlosses befindet sich die spätgotische Schlosskapelle, die als zweijochiger Backsteinsaal mit 5/8 Chorschluss errichtet wurde. Dabei wurde wohl die Bausubstanz einer 1272 von Bernd von Strünkede gegründeten Kapelle miteinbezogen.

Autor: Redaktion baukunst-nrw
Zuletzt geändert am 14.11.2019

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Architektur » Öffentliche Gebäude » Schlösser/Burgen/Stadtbefestigungen

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