Südansicht Paderborner Dom

Blick auf den Westturm

Südansicht mit Westturm und Quergiebeln

Blick auf Quergiebel und östliches Querhaus

Sog. Rote Pforte an der Nordfront des Westquerhauses

Kreuzgang

Dreihasenfenster im Kreuzgang des Doms

Innenansicht Paderborner Dom

Dom zu Paderborn

Domplatz , 33098 Paderborn

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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denkmalgeschütztes Objekt

13. Jh.

Romanik
Gotik

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Objekte gesamt: 2010

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Dom zu Paderborn

„Ecclesia mirae magnitudinis“ – „eine Kirche von erhabener Größe“ – ließ Karl der Große (768-814) im Jahr 799 an der Stelle bauen, an der auch der heutige Hohe Dom zu Paderborn steht. Gläubige Menschen haben den Dom vor Jahrhunderten zur Ehre Gottes als Ort des Gebetes und für Gottesdienste erbaut. In seiner gegenwärtigen Gestalt ist er zwischen 1225 und 1270 entstanden. Nach Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) und des Zweiten Weltkrieges (1939–1945) erfolgten im 17. und im 20. Jahrhundert verschiedene Wiederaufbau- und Umbaumaßnahmen.
Der 104 Meter lange Kirchbau ist eine kupfergedeckte dreischiffige Hallenkirche mit zwei unterschiedlich ausgeprägten Querhäusern und einem mächtigen, weithin sichtbaren Westturm. Zwischen dem wenig ausgeprägten Westquerhaus und dem 49,3 Meter langen Ostquerhaus befinden sich vier Quergiebel. Im Osten schließt sich an das Querhaus ein Chor mit geradem Chorschluss an.
Charakteristisch ist der 93 Meter hohe romanische Westturm aus dem frühen 13. Jahrhundert, der mit zahlreichen kleinen Rundbogenfenstern versehen ist. Ein achtseitiger Turmhelm ragt über den vier Spitzgiebeln mit Ecktürmchen empor. Der Domturm trägt an seiner Spitze ein 5,75 Meter großes Doppelkreuz, das anzeigt, dass Paderborn seit 1930 Sitz eines Erzbischofs ist. Zwei Rundtürme flankieren die Seiten des Domturmes.
Gut ablesbar am Paderborner Dom ist der Übergang von der Romanik zur Gotik. Im Gegensatz zum wehrhaften und geschlossen wirkenden romanisch geprägten Turm sind die Wandflächen des Kirchenschiffs deutlich aufgelöster und mit großformatigen Fenstern in frühgotischem und gotischem Stil versehen. Vor allem die Südseite fällt durch Fenster in verschiedensten Formen auf.
Das so genannte Paradiesportal befindet sich im Süden des westlichen Querhauses und stellt den Haupteingang des Domes dar. Das spätromanische Säulen- und Figurenportal entstand 1250 und zeigt an den Seiten je drei Apostel. Ferner werden die Dompatrone vorgestellt: An der Mittelsäule Maria mit Kind als „stehende Madonna“, an den Holztüren findet sich rechts der Heilige Liborius, links der Heilige Kilian. Das Nordportal des Domes bildet die „Rote Pforte“, ein gestuftes romanisches Säulenportal. Die rote Farbe der Holztüren erinnert an den Sitz des Hochgerichts, das an dieser Stelle abgehalten wurde.
An der Südseite des Ostquerhauses ist der so genannte Pfarrwinkel mit drei Fenstern: Nach Süden ein großes gotisches Spitzbogenfenster, nach Westen ein Rundfenster, nach Norden ein schmales gotisches Fenster. Den nördlichen Abschluss des Ostquerhauses bildet der so genannte Hasenkamp aus dem 13. Jahrhundert mit seinen fünf schmalen gotischen Fenstern.
Das Kreuzgratgewölbe im lichtdurchfluteten Kirchenschiff wird von 14 mächtigen Pfeilern getragen. An den Seiten des Langhauses fallen die acht prachtvollen barocken Fronten der Seitenkapellen auf. Sie entstanden in ihrer heutigen Form zusammen mit der Ausstattung der jeweiligen Kapelle nach dem Dreißigjährigen Krieg über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahrhundert im Auftrag von Bischöfen und Domherren.
Unterhalb des Ostchores erstreckt sich die dreischiffige Hallenkrypta, bestehend aus einer dreijochigen Vierungs- und einer durch quadratische Pfeiler getrennten fünfjochigen Chorkrypta. Sie gehört mit einer Länge von 32 Metern und einer Breite von 12,3 Metern zu den größten Krypten in Deutschland und geht auf die Zeit um 1100 zurück. Im Altar der Krypta werden heute die Gebeine des Heiligen Liborius, dem Patron des Domes, der Stadt Paderborn und des Erzbistums Paderborn aufbewahrt. Im Westteil der Krypta schließt sich die Bischofsgruft an, bestehend aus Vorraum und Grablege der Paderborner Erzbischöfe.
Nordöstlich des Domes befinden sich der vierflügelige gotische Kreuzgang und ein Friedhof für die Angehörigen des Domkapitels. Aus dem 14. Jahrhundert, in dem der Kreuzgang ein Kreuzgratgewölbe erhielt, sind im Nordflügel noch mit Tier- und Blattformen geschmückte Konsolen erhalten. Im 16. Jahrhundert wurde der bis dahin offene Gang durch Fenster mit Maßwerk geschlossen. Eines dieser Maßwerkfenster ist das so genannte Dreihasenfenster, welches ein Wahrzeichen der Stadt Paderborn darstellt.
Nördlich des Doms befindet sich die Bartholomäuskapelle, die als älteste Hallenkirche nördlich der Alpen gilt. Unmittelbar südlich des Hohen Domes steht das von Gottfried Böhm entworfene
Diözesanmuseum, erbaut in den Jahren 1968 – 1975.

Autor: Redaktion baukunst-nrw / Erzbistum Paderborn
Zuletzt geändert am 26.09.2011

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Kategorien:
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