die Dickelsbachsiedlung in Duisburg-Wanheimerort

Häuserzeile von der Straßenseite in der Dickelsbachsiedlung

Häuserzeilen auf der Max-Brandts-Straße

Häuserzeile auf der Bodelschwinghstraße

Ladenlokale der Dickelsbachsiedlung

Ansicht der Gartenseite einer Häuserzeile

Gärten in der Dickelsbachsiedlung

Rückseite Häuserzeilen der Dickelsbachsiedlung

1929 errichtete Karl-Lehr-Realschule

Dickelsbachsiedlung

u. a. Düsseldorfer Straße / Posadowskyplatz, 47055 Duisburg

1925-27

Moderne

Karl Pregizer
Heinrich Bähr

Stadt Duisburg

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Objekte gesamt: 2010

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Dickelsbachsiedlung

Die Dickelsbachsiedlung im Duisburger Stadtteil Wanheimerort wurde nach Plänen von Karl Pregizer, Heinrich Bähr und Hermann Brauhäuser von 1925 bis 1927 errichtet und ist nach dem an der Siedlung entlangfließenden Dickelsbach benannt. Nach dem Ersten Weltkrieg litt die Weimarer Republik unter schwerem Wohnungsmangel. Die Dickelsbachsiedlung sollte daher neuen Wohnraum schaffen, der insbesondere für kinderreiche und sozial schwache Familien vorgesehen war. Ingesamt 363 Häuser zählte die Dickelsbachsiedlung ursprünglich, von denen sich jedoch nur 324 erhalten haben. Die einfache, funktionale Gestaltungsweise der Dickelbachsiedlung knüpft an das Bauhaus an und ist ein Beispiel für das Neue Bauen, das sich in den 1920er Jahren zunehmend etabliert. Mit der Ratingsee-Siedlung findet sich in Duisburg-Meiderich eine vergleichbare und nur wenige Zeit später entstandene Siedlung, die ebenfalls nach Entwürfen der an der Dickelsbachsiedlung beteiligten Architekten entstanden ist.

Die linear nebeneinander angelegten Häuserzeilen bestehen aus einheitlichen zweigeschossigen Einfamilienhäusern mit Flachdach, an die jeweils eine schmale Gartenfläche angeschlossen ist, welche ursprünglich der Selbstversorgung dienen sollte. Die mit Klinker verblendeten Häuser weisen eine Breite von etwa 4,3 Metern und eine Tiefe von 7,85 Metern auf und zeichnen sich durch kleine Fenster und Türen in grüner Farbe aus. Die 57 m² Wohnfläche beinhalteten unter anderem drei bis vier Schlafzimmer sowie eine Wohnküche mit Kochnische. Im Westen der Siedlung befindet sich am dreieckigen Posadowskyplatz ein rechteckiger Baublock mit dreigeschossigen Häusern und mehreren Ladenlokalen. Auch vier Spielplätze wurden in die Siedlungsplanung mit einbezogen.

In der zeitgenössischen Rezeption polarisierte die moderne Architektur der Dickelsbachsiedlung. Während sie insbesondere von Bruno Taut gelobt wurde, verglich die Lokalpresse die gleichförmigen Häuserzeilen mit einer Haftanstalt.

1929 wurde für die Kinder der Siedlung die heutige Karl-Lehr-Realschule erbaut, welche sich stilistisch ebenfalls am Neuen Bauen und der Architektur der Dickelsbachsiedlung orientiert.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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Kategorien:
Architektur » Wohnbauten » Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen

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