St. Josef-Kapelle, Eingangsfassade

St. Josef-Kapelle, Eingangsfassade und Seitenarm

St. Josef-Kapelle, Kapellenraum hinter schmiedeeisernem Eingangsgitter

St. Josef-Kapelle, Kapelleninnenraum mit Pendantif

St. Josef-Kapelle, Kapelleninnenraum mit Deckengemälde und Altar

St. Josef-Kapelle, Deckengemälde

St. Josef-Kapelle

Emilie-Schneider-Platz, 40213 Düsseldorf

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IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1712-1716 / 1950 (Wiederaufbau) / 1994/95 (Neuausmalung)

Barock
Historismus

Graf Matteo Alberti
(Bau im 18. Jh.)
Wolfram Köberl
(Ausmalung 1994/95)

Kamelitinnen-Kloster Düsseldorf
(Bau im 18. Jh.)

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Objekte gesamt: 2010

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St. Josef-Kapelle

Die St. Josef-Kapelle liegt am Rheinufer neben der Katholischen Pfarrkirche St. Lambertus in der Düsseldorfer Altstadt in direkter Nachbarschaft zum Burgplatz.

Es handelt sich um einen Backsteinbau auf der Basis eines griechischen Kreuzes. Die Kapelle wurde zwischen 1712 und 1716 nach Plänen des Architekten Matteo Alberti erbaut. Sie diente ab ihrer Fertigstellung als Klosterkirche des 1641 gegründeten Karmelitinnen-Klosters. Die Decke der Kapelle wurden im Anschluss von Schülern des Malers Giovanni Battista Tiepolo im Stile des Barock ausgemalt. Die Bemalung wurde 1852 unter Oberin Emilie Schneider erneuert. Nach dem Tod von Emilie Schneider wurden ihre Gebeine in der St. Josef-Kapelle bestattet.

Im zweiten Weltkrieg wurden die Kuppel und die Deckengemälde 1943 durch Brandbomben zerstört, bereits 1950 wurde mit dem Wiederaufbau der Kapelle begonnen. Im Jahr 1975 wurde die Fassade der Kapelle umfassend saniert Und von 1989 bis 1996 erfolgte eine umfassende Sanierung der gesamten Kapelle mit Innenraum. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen sollte auch die Ursprüngliche Raumwirkung wiederhergestellt werden. Zu diesem Zweck wurde Wolfram Köberl mit der Neuausmalung beauftragt. Er orientierte sich an dem überlieferten Programm der Ursprungsbemalung des 18. Jahrhunderts und schuf ein Deckengemälde im Stile des Neorokoko. 1926 wurde der Kapelle ein schmiedeeisernes Eingangsgitter hinzugefügt.

Der heutige Bau besteht noch immer aus rotem Backstein. Die vier Querarme der Kapelle sind abgerundet und der gesamte Bau mit einem Walmdach überspannt. Bekrönt wird der vierarmige Bau durch eine zentrale Laterne über dem Kuppelmittelpunkt. Die Fassade der Eingangsfront ist als antikisierende Tempelfassade gestaltet worden. Das erhöht liegende Portal wird von vier Pilastern mit korinthischen Kapitellen flankiert, die sich über die gesamte Höhe der Fassade ziehen. Die Pilaster tragen einen spitzen Giebel über einem Gesimsband. Auf halber Höhe der Fassade sind zwei rundbogige Nischen eingestellt, in denen sich Heiligenfiguren befinden. Der Eingang ist ein von kannelierten Pfeilern flankiertes Portal unter einem vergitterten Fenster mit rundem Giebel. Darüber befindet sich eine weitere kleinere Nische mit Figur.

Im Inneren öffnet sich die Kapelle in vier Tonnengewölbe mit aufgemalten geschweiften Giebeln. Die vier Arme werden vom zentralen Kuppelraum durch schlichte ebenfalls gemalte und durch feine Stuckaturen geschmückte Gurtbögen abgetrennt. Die Gurtbögen entspringen zweiseitigen Eckpfeilern, die die reale Eckarchitektur verblenden. Über vier Pendantifs, in denen die vier Evangelistensymbole (Stier, Adler, Mensch und Löwe) zu finden sind, erhebt sich die von Köberl gestaltete Kuppel. Die Scheinarchitektur der Kuppel entspringt aus der realen Architektur des Kircheninnenraums. Abgegrenzt werden reale und illusionistische Architektur durch ein den Kapellenraum umlaufendes Gesimsband. Die Kuppel wirkt dadurch höher und der Kapellenraum gleichsam großzügiger. Köberls Deckengemälde steht somit ganz in der Tradition des Historismus, insbesondere des Neorokoko.

Die St. Josef-Kapelle ist seit 1984 denkmalgeschützt.

 

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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