Naumannsiedlung Köln-Riehl

Ansicht Innenhof

Naumannsiedlung Köln-Riehl

www.naumannsiedlung.de/

Naumannstraße, 50735 Köln

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

x zum Schließen, hier klicken

ausgezeichnetes Objekt denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1927-29 / 2015

Moderne
Gegenwart

forstbachconsulting baumanagement GmbH
(Sanierung)
Heinz Lüttgen
Fritz Fuß
Otto Scheib
Manfred Faber

GAG Immobilien AG

Objekt merken | Merkliste / Routenplaner (0)

Objekte mit Videos


... mehr

Objekte gesamt: 2010

Volltextsuche:

Objekte suchen:

Jetzt suchen

Detailsuche mit weiteren Suchkriterien

Objektanzahl: 2121

Naumannsiedlung Köln-Riehl

Die Naumannsiedlung in Köln-Riehl wurde in den Jahren 1927-1929 durch die GAG als Bauherrin nach Entwürfen der Architekten Fritz Fuß, Otto Scheib und Manfred Faber errichtet. Der angestrebte und nach der Fertigstellung 1929 erkennbare eigenständige und unverwechselbare Charakter der Siedlung war seinerzeit mit einem zeitgenössischen Architekturpreis gewürdigt worden.

In wesentlichen Teilen befindet sich die Siedlung heute noch im Originalzustand. Ausgenommen hiervon sind unter anderem überwiegende Teile der Fensteranlagen sowie im Inneren Grundrissänderungen durch den nachträglichen Einbau von Bädern und abweichende Aufbaumaßnahmen nach Kriegsschäden.
Mit der Begründung „… die Siedlung stelle ein Dokument von besonderem sozialgeschichtlichen, städtebaulichen und bauhistorischem Wert dar… „, wurde sie 1995 insgesamt unter Denkmalschutz gestellt.

Der Bauherr beauftragte im Jahre 2006 die forstbachconsulting baumanagement gmbh mit dem Architekten Peter Sandleben zunächst mit Standardsanierungen, beschränkt auf Mindestanforderungen zur Instandsetzung der Dachkonstruktionen, der Fassaden einschließlich Tür- und Fensteranlagen sowie notwendigen Ertüchtigungen der konstruktiven Gebäudesubstanz.

In Abstimmung zwischen dem Architekten und dem Stadtkonservator Köln ergaben sich Entwicklungsansätze, die über die nur konservierende Arbeit weit hinausgingen. Es entstanden neue Grundrisse mit offener, flexibler Raumgliederung sowie ein größeres und vielseitigeres Wohnungsgemenge für - gegenüber 1928 - weitgehend veränderte Mietergruppen.

Durch Neubaumaßnahmen im Dachgeschoßausbau, sowie komplexe Modernisierungsmaßnahmen bei der Grundrissgestaltung verändern sich die Anteile von Mietflächen und Nebenflächen erheblich bei nahezu gleichbleibenden Gebäudenutzflächen. Der vollständige Wärmeschutz (EnEV 2009) aller Gebäude wurde im Einvernehmen mit der Denkmalschutzbehörde realisiert.

In den Innenhöfen entstehen drei Tiefgaragen mit 206 Stellplätzen, um die Straßenräume in der Siedlung zu entlasten.
Die Naumannsiedlung wird nach Abschluss der Arbeiten mit ihrem künftigen Erscheinungsbild einerseits nicht nur ein zeitgenössisches Baudenkmal der 1920er Jahre darstellen, sondern andererseits mit 149 zusätzlichen Wohnungen und dem neu strukturierten Bestand von 465Wohnungen alle wesentlichen Anforderungen des heutigen Wohnungsbaus erfüllen.

Auszug Jurytext Bauherrenpreis:
„Nachdem das Quartier, eingebunden in weitgehend genossenschaftliche Nachbarbebauung, jahrelang baulich vernachlässigt wurde, wird jetzt eine tief greifende Erneuerung angestrebt, bei der sowohl neue soziale Netzwerke implantiert, energetische Verbesserungen vollzogen- Niedrigenergiestandard wird erreicht – als auch wohnungstypologische Diversifizierungen erreicht werden. Dies alles wird von denkmalpflegerischen Glanzleistungen, wie man sie im Wohnungsbau selten findet, begleitet. (…)
Trotz der Geschossflächenzahl von 1,96 wirkt das Quartier freundlich, was vor allem der sorgfältig rekonstruierten Architektur aus den Jahren 1927-1929 geschuldet ist, deren kleine Differenzierungen in bester Manier nachvollzogen wurden. Die Jury gelangte zur Überzeugung, dass dieses Projekt sowohl in sozialer wie energetischer, vor allem aber in architektonischer Hinsicht eine Bereicherung der Diskussion über den Umgang mit dem Erbe der frühen gemeinnützigen Wohnungspolitik aus der Weimarer Republik ist.“

Auszeichnungen:
Sonderpreis „Denkmalschutz im Wohnungsbau“ 2011 (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Preisträger
Deutscher Bauherrenpreis Modernisierung 2011 (Kooperation GdW, BDA, DST), Preisträger

Autor: Forstbachconsulting Baumanagement GmbH /Redaktion baukunst-nrw

Objektkommentare

0 Kommentare / Kommentar verfassen

Objektkommentar verfassen

zum Objekt Naumannsiedlung Köln-Riehl

Ihr Kommentar wird vor Freischaltung durch die baukunst-nrw Redaktion geprüft.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen.*

Mit dem Absenden dieses Formulars erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre persönlichen Daten zur Bearbeitung Ihres Kommentars verwendet werden (Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung).

*Pfichtfelder müssen ausgefüllt werden

Kommentar senden

 

Kategorien:
Architektur » Wohnbauten » Mehrfamilienhäuser/Wohnsiedlungen

keine Aktion...

Wir möchten unsere Website nutzerfreundlicher für Sie gestalten. Deshalb verwenden wir Cookies. Wenn Sie unser Angebot weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.