| Objekt: | Umnutzung der Kaserne Wrexham Barracks in ein Wohnquartier |
Zeilenbauten Oxforder Straße© STADTIDEE |
| Standort: | Oxforder Straße / William- Shakespeare-Ring / Liverpoolstraße 45470 Mülheim an der Ruhr |
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| Baujahr: | 1937–1941 / 1996-2002 (Umbau und Sanierung) | |
| Epoche: | Gegenwart |
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| Urheber/Büro: |
Schaller/Theodor Architekten BDA (Städtebauliches Konzept)![]() Lill + Sparla Landschaftsarchitekten Freiraumplaner (Städtebauliches Konzept) ![]() Architekt BDA Dipl. Ing. Frank Ahlbrecht (Umbau KFZ-Halle) ![]() |
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| Bauherr: |
Heeresstandortverwaltung (Ursprungsgebäude)![]() Baugemeinschaft ehemalige KFZ – Halle Mülheim a. d. Ruhr (Umbau KFZ-Halle) ![]() |
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| Multimedia: | |
| Umkreissuche: |
| Beschreibung: | Als ein architektonisch gut gestaltetes Beispiel der Kasernenarchitektur der 1930er Jahre wurde die für die Wehrmacht erbaute Kasernen-Anlage in ihren wesentlichen Teilen kurz nach Abzug der britischen Rheinarmee unter Denkmalschutz gestellt. Wesentliches Motiv hierfür war der Vorbildcharakter der Kaserne für weitere Militäranlagen, ihre überschaubare Größe und ihre weitgehend erhaltene Architektur. Nach der Aufgabe des britischen Militärstandortes übernahm 1994 die Landesentwicklungsgesellschaft Nordrhein-Westfalen als treuhänderischer Träger und Käufer das Kasernengelände „Wrexham Barracks“. Noch im selben Jahr wurde ein beschränkter städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgelobt. Preisträger des Wettbewerbes war das Kölner Architekturbüro Schaller/Theodor Architekten. Seit 1996 wurden die „Wrexham Barracks“ saniert und bis auf ein Café ausschließlich zu Wohnzwecken umgebaut. Während das ehemalige Stabsgebäude und die Mannschaftsunterkünfte zu Geschosswohnungsbauten (Miet- und Eigentumswohnungen) umgebaut wurden, entstanden nach Planungen des Architekten Frank Ahlbrecht in der ehemaligen Kfz-Werkstatt 22 großzügige Wohn- und Atelier-Lofts. Die Erlebbarkeit des ehemaligen Hallencharakters der Kfz-Werkstatt bleibt durch Brücken und Galerien, die die Gesamthöhe des Gebäudes von ca. 7,5 Metern erfassbar machen, erhalten. Das Gebäude umfasst ca. 3000 m2 Wohnfläche, die auf 22 Wohneinheiten und einen Gemeinschaftsbereich aufgeteilt sind. Dem denkmalgerechten Umgang mit der ehemaligen KFZ-Halle wurde eine große Bedeutung beigemessen. Struktur und Gliederung des Gebäudes wurden respektiert. Ebenso blieben die Fassaden in ihrer Form weitgehend erhalten bzw. wurden in ihren historischen Zustand zurückversetzt. Durch Kombination von passiver Solarnutzung, der hochwärmegedämmten Dachhaut und eines Wärmedämmverbundsystems wurde, unter Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes, Niedrigenergiehausstandard erreicht. Die gemeinschaftlich genutzten Garten- und Außenflächen wurden entsiegelt. Durch gezielte Nachverdichtung ist ein Wohnviertel entstanden, dessen Qualität durch das unmittelbar angrenzende Naturschutzgebiet zusätzlich aufgewertet wird. Die Umnutzung der Wrexham Barracks kann als ein gelungenes Beispiel im Umgang mit denkmalwerten Kasernen des Dritten Reiches angesehen werden. Der einst vom großbürgerlichen Stadtteil Holthausen hermetisch abgeschottete militärische Bereich hat sich in ein beliebtes Wohnquartier verwandelt. |
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| Copyright: | Route der Wohnkultur / Frank Ahlbrecht / Redaktion baukunst-nrw | |
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| ehemalige KFZ-Halle © Deimel+Wittmar > Bild vergrößern |
Rückansicht KFZ-Halle © Deimel+Wittmar > Bild vergrößern |
Gartenansicht ehemalige KFZ-Halle © Deimel+Wittmar > Bild vergrößern |
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| Zugänge Liverpoolstraße ehemalige KFz-Halle © Deimel+Wittmar > Bild vergrößern |
Innenansicht ehemalige KFZ-Halle © Deimel+Wittmar > Bild vergrößern |
Steg im Wohnbereich © Deimel+Wittmar > Bild vergrößern |
