Zufahrt und Blick auf den Ostflügel

Gesamtansicht mit Zufahrt

Westflügel

Südseite

Ansicht Süd-Ost

Dreistaffelgiebel am Ostflügel

Ostflügel

Wasserschloss Senden

schloss-senden.de/

Holtrup 3, 48308 Senden

14.-19. Jh.

Renaissance

- keine Angabe -

Freiherr Droste zu Senden

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Wasserschloss Senden

Die Anlage bestand schon vor 1350 als bischöfliches Lehen. Im Jahr 1350 ging das Lehen an die Herren von Senden und etwa 50 Jahre später durch Heirat an die von Droste zu Kakesbeck. Der Sendener Zweig nannte sich bald darauf Droste zu Senden und ließ hier in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ein größeres Schloss bauen, von dem heute noch ein Teil des Ostflügels zeugt. Er weist den damals typischen Münsterländer Dreistaffelgiebel auf, ist aber sonst recht schmucklos.
Ab etwa 1703 wurden einige neue Gebäude ergänzt. Aus dieser Zeit liegt auch ein Plan vor, der eine komplexe Schlossanlage mit einem mehrfachen Ring aus Gräften und Wällen zeigt. Das Schloss selbst lag schon damals auf einer eigenen Insel im Hausteich.
Aufgrund der sehr winkelig angelegten Wege und des Fehlens großer Achsen ist diese Anlage auch 1703 noch als Renaissanceanlage zu werten und nicht dem Barock zuzuordnen. Die zentrale Brücke mit den wappentragenden Löwen wurde 1706 errichtet. 1719 entstand das kleine Gebäude mit dem Uhrtürmchen im Nordwesten der Anlage. Nur wenige Jahre später, 1744, wurde der berühmte Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun mit einer Planung beauftragt, die jedoch nicht ausgeführt wurde.
1786 erfolgte der Bau der Gruftkapelle gegenüber der Zufahrt. Sie bildet auch heute noch vom Schloss aus gesehen einen Achsenendpunkt am Ende der Lindenallee.
Zwischen 1865 und 1899 wurden neogotische Anbauten an den Ostflügel aus dem 15. Jahrhundert errichtet, 1910 die oktogonale Kapelle nahe dem Dortmund-Ems Kanal gebaut.
1969 waren im Sendener Schloss die Funnemann Privatschulen untergebracht, benannt nach den damaligen und heutigen Besitzern. Nun steht das Schloss jedoch weitgehend leer und eine Innenbesichtigung ist nicht möglich (Stand Ende 2009).

Autor: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)/ Redaktion baukunst-nrw

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