St. Ludgerus Bottrop-Fuhlenbrock

Nordwestansicht der Kirche St. Ludgerus Bottrop

Turm St. Ludgerus

Nordansicht St. Ludgerus

Gesamtansicht St. Ludgerus

Innenansicht mit Blick in den Chor von St. Ludgerus

Eingangsbereich mit Orgelempore St. Ludgerus

Blick aus dem Chor in das Mittelschiff von St. Ludgerus

Blick von Empore St. Ludgerus

Ansicht Gewölbe und Stichkappen im Chor St. Ludgerus

St. Ludgerus Bottrop-Fuhlenbrock

Birkenstr. 75, 46242 Bottrop

1927-29

Moderne

Josef Franke

- keine Angabe -

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Objekte gesamt: 2010

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St. Ludgerus Bottrop-Fuhlenbrock

Mit dem Bau der katholischen Kirche St. Ludgerus in Bottrop wurde 1927 der Architekt Josef Franke beauftragt. Geweiht wurde der fertig gestellte Sakralbau im Jahr 1929.
Zusammen mit Pfarrhaus, Gemeinderäumen und Jugendhaus bildet die Saalkirche aus Backstein einen einheitlichen Gebäudekomplex.
St. Ludgerus ist mit einem Walmdach bedeckt und im Osten über dem Chor mit einem Turm ausgestattet. Der Vorbau der Kirche weist eine dreifache parabelförmige Bogenöffnung auf und ist durch strebepfeilerartige Lisenen gegliedert. Die drei Portalbögen spielen bereits auf die Parabelform im Inneren an. Die zwischen den Bögen vorspringenden Lisenen rahmen Kreuze, die durch Backsteinversatz gebildet sind. Ein solches Kreuz findet sich auch an der Ostseite des Turmes.
Der Chor ist am Außenbau mit einer Inschrift versehen. Die Gliederung der Seitenwände durch hochrechteckige Fenster und Strebepfeiler verweist auf die Jocheinteilung im Inneren.
Das Kircheninnere wird über eine Vorhalle betreten. Der Eingangsbereich ist deutlich niedriger als das Mittelschiff, da sich darüber die Orgelempore befindet.
Der Innenraum wird von einer bis auf den Boden herab gezogen Parabeltonne beherrscht, die mit querlaufenden Graten versehen ist. In parabelförmigen Stichkappen öffnen sich die seitlichen, untereinander mit Durchgängen verbundenen Nebenräume zum Hauptschiff.
Eingefasst durch einen hohen Triumphbogen liegt der rechteckige Chor zwischen zwei Seitenkapellen, links die Sakramentskapelle, rechts die Taufkapelle. Der Altarbereich wird durch hoch sitzende Fenster indirekt beleuchtet.
Das breite Kirchenschiff und der Verzicht auf Nebenschiffe ermöglichen die Konzentration der Gemeinde auf den Altar. Damit folgt Franke den liturgischen Reformgedanken der "christozentrischen Kirchenkunst" (Johannes van Acken, 1922).
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Kirchenbau stark beschädigt; seit Renovierungen in den Jahren 1951 und 1954 weist St. Ludgerus die helle Wandfarbe auf.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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