Haus Havixbeck, vom Tor aus

Haus Havixbeck, Luftbild

Haus Havixbeck, Nordseite

Haus Havixbeck, von Nord-Osten

Haus Havixbeck, Nord-Giebel

Haus Havixbeck, Nordfassade mit Turm

Haus Havixbeck, Turm

Kapelle des Hauses Havixbeck im Münsterland

Kamin im Rittersaal

Haus Havixbeck

Lasbeck 23, 48329 Havixbeck

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1562 (Ursprungsbau) / 1654 (Erweiterung Westen) / 1711 (Verlängerung Osten) / 19./20 Jh. (Umbauten)

Barock
Renaissance

Johann Conrad Schlaun
(Landschaftsgarten)
- keine Angabe -

Familie von Twickel
(alle folgenden Um- und Ausbauten)
Johann von Bevern
(nur Ursprungsbau 1562)

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Objekte gesamt: 2010

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Haus Havixbeck

Haus Havixbeck liegt auf einer Freifläche am Rande der Gemeinde Havixbeck im Kreis Coesfeld. Es handelt sich um ein münsterländisches Wasserschloss aus dem 16. Jahrhundert. Die Anlage bestand früher aus zwei Inseln: der Hauptinsel mit der Hauptburg und einer vorgelagerten Insel mit der Vorburg. Die beiden Inseln wurden später miteinander verbunden.

Die Anlage von Haus Havixbeck ging Mitte des 15. Jahrhunderts an die Familie van Beveren, die ein Jahrhundert später mit dem Bau des heutigen Herrenhauses begann. Initiator der Bauarbeiten war Johann von Beveren im Jahr 1562. Durch eine Heirat ging das Anwesen 1601 in den Besitz der Familie von Twickel über, in deren Besitz es sich heute noch befindet. Bis 1654 ließ die Familie von Twickel den westlichen Flügel errichten. 20 Jahre später wurden ein Torturm und ein Renteigebäude im Westen errichtet, 1711 errichtete die Familie einen weiteren Flügel im Osten. Im 19. Jahrhundert erfolgten weitere Um-, Aus- und Erweiterungsbauten. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wandelte sich die Anlage grundlegend. Die bis dahin auf Vor- und Hauptinsel verteilten Gebäude wurden vereint, als der die Inseln trennende Wassergraben zugeschüttet und die Inseln so zusammengelegt wurden. 1881 wurde die Schlosskapelle erneuert und 1905 eine feste Brücke am südlichen Eingang installiert. 1934 erfolgte der letzte Umbau, bei dem der Giebel am Portalvorbau des Herrenhauses erneuert wurde.

Die heutige Anlage von Haus Havixbeck besteht aus drei Flügeln. Im Süden gelangt man über eine Brücke auf das Gelände des Schlosses. Die Gebäude wurden vorrangig aus Baumberger Sandstein errichtet, nur die Aufbauten aus dem 17. Jahrhundert sind in Fachwerkbauweise ausgeführt worden.
Zwei langgestreckte, eingeschossige Gebäude unter einem Krüppelwalmdach bilden die Vorburg von Haus Havixbeck. Ihnen angeschlossen ist das Herrenhaus, welches als Querbau an der nördlichen Seite der Insel gelegen ist und mit den beiden Wirtschaftsgebäuden der Vorburg ein nach Süden geöffnete Hufeisenform bildet. In der Mitte der Nordfassade ist ein achteckiger Treppenturm mit schiefergedecktem Zeltdach integriert, der wie der Kernbau aus dem Jahr 1562 stammt. An der Hofseite wird die Fassade durch einen zweigeschossigen Pastoralvorbau aus der Barockzeit ergänzt. Der Vorbau ist mit einer toskanisch-ionischen Pilasterordnung geschmückt und wird durch ein aufwändig gestaltetes Kranzgesims abgeschlossen.

Im Inneren ist vor allem der Rittersaal erwähnenswert, der in der Westhälfte des Hauses gelegen ist. Er ist mit einem wappengeschmückten Kamin aus dem Jahr 1651 ausgestattet und hat eine Balkendecke, welche auf schlichten leicht ornamentierten und nicht, wie für das 17. Jahrhundert üblich, auf stuckierten Balken ruht.

Der umgebende weitläufige Landschaftspark wurde von Johann Conrad Schlaun 1733 geplant und realisiert.

Haus Havixbeck dient der Familie von Twickel noch heute als Wohn- und Wirtschaftshaus und ist daher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Anlage ist denkmalgeschützt.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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