Ehem. Bundeshaus Bonn

Luftbild Bundeshaus und Umgebung

Ursprungsbau Bundeshaus Bonn (Pädagogische Akademie)

Nordflügel des Bundeshauses von 1949

Altes Abgeordnetenhochhaus

Ehem. Bundeshaus Bonn

Dahlmannstraße, Stresemannufer, 53113 Bonn

1930-33 / ab 1949

Moderne
1950er-70er Jahre

Martin Witte
(Ursprungsbau 1930-33)
Günter Behnisch | Behnisch & Partner
(Neubau 1992)
Hans Schwippert
(Erweiterungsbauten nach 1949)

- keine Angabe -

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Ehem. Bundeshaus Bonn

Das ehemalige Bundeshaus in Bonn wurde in mehreren Bauphasen ab 1949 für die Einrichtungen des Deutschen Bundestags und des Bundesrats umgebaut. Der Ursprungsbau war 1930 von Martin Witte für die Pädagogische Akademie errichtet worden. Der viergeschossige, weiß verputzte Baukörper tritt von den späteren Erweiterungen deutlich hervor.
Die Aula war 1948/49 Sitzungssaal des Parlamentarischen Rats und wurde später zum Bundesratssaal ausgebaut. Die Akademie wurde für die Zwecke des Bundestags erweitert und die im Süden liegende Turnhalle zu einem Foyer umgebaut. Auf der Rheinseite wurde sie 1949 durch Hans Schwippert mit einem Anbau für den Plenarsaal, eine seitlich in Glasfassaden geöffnete Stahlkonstruktion, versehen. Der Saal fasst 520 Abgeordnete und ist mit einer Besuchertribüne ausgestattet. 1953 wurde ein weiterer Erweiterungsbau zum Rhein hin angefügt: ein dreigeschossiger Baukörper für den Bundespräsidenten und seine Verwaltung. Schwippert ergänzte außerdem Gebäudeflügel im Norden und Süden sowie ein Restaurant.
Durch den Anbau von Wandelhallen und Emporen an den Seiten im Jahr 1951 wurde die ursprüngliche Transparenz des Plenarsaals eingeschränkt. Im gleichen Jahr wurde das achtgeschossige Abgeordnetenhaus im Süden errichtet. Diese Neubauten fügen sich mit dem Ursprungsbau zu einem einheitlichen Gesamteindruck.
Nach Abriss des denkmalgeschützten Plenarsaalbereichs entwarf Behnisch einen Neubau, der bis 1992 fertig gestellt wurde. Die Anordnung der Räume richtete sich dabei nach dem Grundriss des Altbaus.

Siehe hierzu auch: Ehemaliger Plenarbereich des Deutschen Bundestages

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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