St. Maria Lyskirchen Ansicht von Osten

Luftbild St. Maria Lyskirchen

Deckenfresko St. Maria Lyskirchen

Blick ins Kirchenschiff von St. Maria Lyskirchen

Grundriss St. Maria Lyskirchen

St. Maria Lyskirchen Köln

www.lyskirchen.de/

An Lyskirchen 8, 50676 Köln

1210-20 / 16./17. Jh.

Romanik

- keine Angabe -

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St. Maria Lyskirchen Köln

Die romanische Kirche St. Maria Lyskirchen, eine gewölbte Emporenbasilika der Stauferzeit aus Tuffstein, liegt am linken Rheinufer Kölns und ist die kleinste der romanischen Kirchen in Köln. Die Marienkirche wurde 948 erstmals erwähnt, wohl als Eigenkirche des Grundherren Lysolfus; daher stammt auch die spätere Bezeichnung „Lysolfikyrken“, die seit dem 12. Jahrhundert belegt ist.

St. Maria Lyskirchen ist als einzige der erhaltenen romanischen Kirchen Kölns als Pfarrkirche entstanden. Im Jahr 1067 wurde die Kirche durch Erzbischof Anno II. dem Stift St. Georg inkorporiert und nach der Stiftsaufhebung 1809 zu einer selbstständigen Pfarrkirche erhoben.

Um 1210/20 wurde die bestehende Kirche nach einem einheitlichen Plan errichtet. Einhergehend mit umfassenden Baumaßnahmen des 16. und 17. Jahrhunderts wurde das Langhaus umgebaut, die Ostapsis erneuert und die Emporenarkaden über den Seitenschiffen herausgebrochen. 1868 bis 1877 wurde die Marienkirche restauriert und kurz darauf die gotischen Wandmalereien freigelegt und restauriert. Nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg stellte man die Kirche in den 1950er Jahren wieder her. In den 1970er und 80er Jahren wurden umfangreiche Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten an St. Maria Lyskirchen durchgeführt.

Die Emporenbasilika weist ein dreischiffiges Langhaus von drei Jochen Länge auf. Das Chorrechteck mit Apsis und Flankentürmen liegt über kryptenartigen Räumen. Dabei ist die Chorfassade als Schauseite ausgebildet, die ungleich ausgebauten Osttürme sind mit einer reichen Gliederung geschmückt. Eine zweitürmig angelegte Chorfassade findet sich auch an der zeitgleich entstandenen Stiftskirche St. Kunibert. Die Farbigkeit des Außenputzes wurde nach romanischem Befund rekonstruiert. Den Ostteilen quer vorgelagert liegt ein zweigeschossiges Küsterhaus des 18. Jahrhunderts.

Die Seitenschiffe von St. Maria Lyskirchen sind durch Strebepfeiler und Lisenen gegliedert, im Obergaden befinden sich spitzbogige Fenster. Die basilikal gestufte Westfassade, die im Straßenverlauf abgeschrägt ist, ist mit einem romanischen Portal mit reicher Bauplastik und hölzerner Renaissancetür (1614) in der Mitte ausgestattet.

Die Chorapsis ist mit drei spitzbogigen Maßwerkfenstern mit Fischblasen ausgestattet. An der Chorfassade sind nur die zwei Untergeschosse des südlichen Turms ausgebaut, während der nördliche Turm ein drittes Turmgeschoss sowie ein Dachgeschoss aufweist. Das Zwischengeschoss ist mit je zwei, von einem Überfangbogen zusammengefassten Zwillingsblenden versehen. Das dritte Geschoss des Nordturms wird von Ecklisenen und einem Rundbogenfries eingefasst und ist mit je zwei übereinanderliegenden Öffnungen an den drei freistehenden Seiten ausgestattet. Seit dem 19. Jahrhundert ersetzt ein Rautendach das staufische Faltdach.

Das Mittelschiff der Kirche St. Maria Lyskirchen ist im Inneren an drei Seiten mit flach gedeckten Emporen ausgestattet. Das Kreuzrippengewölbe ruht auf Kreuzpfeilern, die mit Vorlagen, Diensten und Laubwerkkapitellen versehen sind. Die kreuzrippengewölbten Seitenschiffe öffnen sich in Rundbogenarkaden zum Mittelschiff. Dabei sind die breiten Korbbögen auf der für Kölner Pfarrkirchen typischen Empore vom barockzeitlichen Umbau geprägt. Die kreuzrippengewölbten Untergeschosse der Türme öffnen sich in großen Rundbögen wie ein Querhaus zum Chor und zu den Seitenschiffen. Chor und Seitenschiffe liegen über wenige Treppenstufen erhöht; bei diesem Unterbau handelt es sich um die Substruktion der staufischen Kirche.

Besonders hervorzuheben sind die für Köln einzigartigen mittelalterlichen Wand- und Gewölbemalereien: Im Tympanon des inneren Westportals ist die Anbetung des Kindes durch die heiligen Drei Könige und Propheten dargestellt (um 1230). Das Wandgemälde ist im sogenannten Kölner Muldenfaltenstil ausgeführt. Der Bilderzyklus im Gewölbe des Mittelschiffes ist um 1250 entstanden und besteht aus jeweils 12 typologischen Darstellungen des Alten und Neuen Testaments. Das Ausmalungssystem geht auf das byzantinischer Kuppelsysteme zurück und wird stilistisch dem sog. gemäßigten Zackenstil zugeordnet. Hinzu kommen Heiligenbilder, wie die Szenen aus der Legende des heiligen Nikolaus in der südlichen Turmkapelle (um 1270).

Siehe auch Route Romanische Kirchen in Köln

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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