Hauptfassade mit Treppenaufgang

Geamtansicht St. Kamillus mit Kloster

Neuer barrierefreier Zugang zur Kamillus-Kirche

Chor

Hauptfassade mit Bogennische

Hauptfassade

Blick in den Chor vor der Umnutzung

Blick auf die Emporen vor dem Umbau

Blick Richtung Chor nach der Umnutzung

Innenraum nach der Umnutzung zum Kolumbarium, Blick zur Empore

Blick entlang der Urnenschränke zum Fenster

Urnenschränke mit illuminierten Marmor- und Messingplatten

Krypta

Lageplan St. Kamillus Kolumbarium

Außenanlage St. Kamillus

Grundriss Untergeschoss

Grundriss Erdgeschoss

Grundriss Zwischengeschoss

Grundriss Obergeschoss

Querschnitt St. Kamillus Kolumbarium

St. Kamillus Kolumbarium Mönchengladbach

www.st-kamillus-kolumbarium.de/

Kamillianerstraße 40, 41069 Mönchengladbach

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.

1929-31/2015 (Umbau zum Kolumbarium)

Moderne

Dominikus Böhm
bdmp Architekten BDA
(Umnutzung Kolumbarium)

St. Kamillus Kolumbarium GmbH
(Umnutzung Kolumbarium)
Deutsche Kamillianerprovinz

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Objekte gesamt: 2010

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St. Kamillus Kolumbarium Mönchengladbach

Die südwest-nordöstlich orientierte Kamillianerkirche wurde nach Plänen von Dominikus Böhm erbaut. Sie liegt in städtebaulich exponierter Lage in dem von hohen Rotbuchen bestandenen, ehemaligen Quack’schen Garten im Ortsteil Mönchengladbach-Dahl und schließt südseitig über einen Riegel an Noviziat, Kloster mit zweigeschossigem Kreuzgang und Krankenhaus an. Von weitem sichtbar ist die kolossale, aus dunkel gebrannten Ziegelsteinen erbaute Eingangsfassade mit vorgelagerter Freitreppe. Das von zwei schmalen Rundbogenfenstern flankierte Hauptportal liegt in einer fassadenhohen, gestuften Bogennische, die - wie auch die Nebenfenster - eine Kunstverglasung nach einem Entwurf von Böhm aufnimmt. Die zurückhaltende Gliederung der weitgehend durch geschlossenes Mauerwerk bestimmten Fassade wird durch Rollschichten, Halbkreisbögen, Ähren, Schallarkaden und vor die Fassadenflucht vorstehenden Binderköpfe variiert. Ein Werktagszugang der Kirche liegt auf der Rückseite des Eingangsbauteils, das hier auch als Kapelle dient. Der langgestreckte hohe Saal mit südlich anschließendem niedrigem Seitenschiff geht absatzlos in das Halbrund des klar verglasten Chores über. Damit folgt Böhm den Forderungen der Liturgischen Bewegung, Altar- und Gemeinderaum als Einheit aufzufassen. Die Wirkung des von 21 schmalen hohen Fensterflächen zwischen schlanken Betonstreben lichtdurchfluteten Chores wird unterstützt durch die strenge Rasterung der zum Chor abfallenden Decke, die die perspektivische Raumillusion erheblich verstärkt. Zum Eingangsbau hin setzt sie sich fort in der Rasterarchitektur der viergeschossigen Arkadenwand, deren Emporen vom benachbarten Krankenhaus aus direkt zugänglich sind. Aufgrund von Kriegszerstörungen wurden die Decke über dem Kirchenschiff und das Mobiliar nach Befund erneuert. Die Orgel, ursprünglich auf der Empore untergebracht, ist durch einen Neubau (1994) des Orgelbauers Martin Scholz an der Stelle der aufgegebenen Kanzel ersetzt. Im Chor blieb neben dem nach vorne gerückten modernen Zelebrationsaltar der originale Hochaltar mit steinernem Retabel erhalten. Unter dem Chor liegt die vom Seitenschiff aus zugängliche säulengestützte Krypta, die durch kleine Hochrechteckfenster belichtet wird. 

2014 wurde St. Kamillus profaniert. Anschließend erfolgte eine Umnutzung der Kirche zum Kolumbarium, die nach Plänen von bdmp Architekten umgesetzt wurde. Besonderer Wert wurde bei dem Umbau auf die barrierefreie Gestaltung des Gebäudes gelegt. Um zusätzlichen Platz für die Urnenschränke zu schaffen, wurden im ehemaligen Kichraum die Emporen über dem Eingangsbereich vergrößert. Die Urnenschränke bestehen aus illuminierten Marmor- und Messingplatten. Neben Trauerfeiern sollen im Kolumbarium auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Autor: Dr. Karl-Heinz Schumacher / Redaktion baukunst-nrw

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