Gesamtansicht des Radioteleskops

Antennenschüssel

Radioobservatorium Stockert

astropeiler.de/

Am Astropeiler Stockert, 53902 Bad Münstereifel

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denkmalgeschütztes Objekt

1956

Gegenwart

- keine Angabe -

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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Radioobservatorium Stockert

Radioteleskope dienen der Beobachtung außerirdischer Objekte, wie interstellarer Staubwolken, Pulsaren, Radiogalaxien und Quasaren mit Hilfe der Radiowellen, die diese ausstrahlen. Da diese Radiowellen nur sehr schwach sind, benötigt man Teleskope mit stark bündelnden, möglichst großen Parabol-Antennen.
Die Radioastronomie wurde erst in den 1930er Jahren durch die Entdeckungen des Amerikaners Karl Jansky begründet. 1937 baute Grote Reber in der Nähe von Chicago das erste Radioteleskop – in seinem Hinterhof. Nach dem Krieg wurden in Deutschland zuerst Radargeräte aus Militärbeständen zur radioastronomischen Forschung genutzt, bis die Universität Bonn 1955 den sog. „Astropeiler“ Stockert bauen ließ, das erste Radioobservatorium Deutschlands. Mit einer Parabolantenne von 25 Metern Durchmesser war der Astropeiler damals eines der größten Radioteleskope.
Der Parabol-Spiegel besteht aus perforierten Aluminiumblechen, was den Winddruck auf die Antennenanlage verringern sollte. Die Genauigkeit der Spiegeloberfläche beträgt etwa zwei Millimeter, so dass Radiowellen mit einer Wellenlänge von sechs Zentimetern beobachtet werden konnten.
Der Astropeiler besteht aus einem Sockelgebäude aus Stahlbeton, auf dem die Parabol-Antenne dreh- und schwenkbar angebracht ist. Das Radioteleskop wurde bis 1979 von der Universität Bonn und dem Max-Planck-Institut für die Forschung genutzt, zwischen 1979 und 1993 diente es zur Ausbildung von Studenten.
1995 beendete die Universität die Nutzung des Astropeilers, ein Förderverein wurde gegründet und das Teleskop wurde als technisches Denkmal anerkannt. 2005 erwarb die NRW-Stiftung das Gebäude, seitdem werden die Anlagen renoviert.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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