Pfarrkirche St. Bonifatius in Freckenhorst

Ansicht von Westen mit Dreiturmgruppe

Blick von Süden auf Kirche und Westwerk

Blick auf den Chor mit Chorflankentürmen

Innenraum Pfarrkirche St. Bonifatius

Innenansicht Pfarrkirche St. Bonifatius

Taufbecken von 1129, eines der bedeutendsten der Romanik

Pfarrkirche St. Bonifatius in Freckenhorst

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Stiftshof , 48231 Warendorf

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denkmalgeschütztes Objekt

um 1000 (Westwerk) / 1129 (Weihe Neubau) / 19./20. Jh. (Wiederherstellungen)

Romanik

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Objekte gesamt: 2010

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Pfarrkirche St. Bonifatius in Freckenhorst

Die Pfarrkirche St. Bonifatius in Freckendorf war bis 1811 Kirche des im Jahr 856 gegründeten Kanonissenstifts. Die gewaltige Westturmgruppe sowie die Flankentürme im Osten der ehemaligen Stiftskirche bestimmen noch heute das Ortsbild. Nach St. Patrokli in Soest gilt der Freckenhorster Kirchenbau als der bedeutendste der frühen Romanik in Westfalen.
Die Basilika von drei Jochen Länge ist in mindestens vier Bauphasen entstanden: Als ältester Teil gilt der ottonische Westbau (um 1000) unterhalb der doppelten Arkaden. In der 1. Hälfte des 11. Jahrhunderts wurde ein basilikaler Neubau an den Westbau angeschlossen, als ältester Teil davon gilt der westliche Abschnitt der dreischiffigen Krypta (um 1050 entstanden). Dieser zweite Kirchenbau wurde zwischen 1084 und 1090 geweiht. Nach einem Brand im Jahr 1116 wurde die Kirche bis 1129 in größeren Abmessungen wiederaufgebaut. Hinzu kommen zahlreiche Umbauten aus späteren Jahrhunderten.
Ein erhöhter Chor mit geradem Abschluss und Chorflankentürmen über quadratischen Grundriss schließen den basilikalen Baukörper ab. Im oberen Geschoss des Südturms befand sich die Äbtissinenloge, die heute als Patronatsloge genutzt wird. Der Nordturm dient als Sakristei. Der zweijochige Chor wurde im 12. Jahrhundert um ein niedrigeres und leicht eingezogenes Joch erweitert. Das Querhaus verfügt über Apsiden, die nachträglich rechteckig ummantelt wurden.
Das klar gestaffelte dreischiffige Langhaus ist mit rundbogigen Fensteröffnungen versehen. Die glatten Mauerflächen aus Bruchstein, die ursprünglich verputzt waren, lassen heute die unterschiedlichen Bauphasen sowie Umbauten erkennen. So stammen die Freigeschosse der Westtürme aus der dritten Bauphase von 1116 bis 1129.
Die Dreiturmgruppe – zwischen zwei runden Treppentürmen ragt ein viereckiger Mittelturm auf – ist in den unteren Geschossen zu einer geschlossenen Westfront zusammengefasst. Die Kombination von einer Turmgruppe im Westen mit östlichen Flankentürmen gilt als ungewöhnlich für Westfalen. Im Inneren des Westturms befindet sich ein großes, alle Geschosse umfassende Tragwerk (von Stephan Hölscher, 1689) für die Glockenstühle.
Über dem Untergeschoß des mittleren Turmes öffnen sich von der Westempore zwei von hohen Rundbögen zusammengefasste dreiteilige Arkaden zum Innern der Kirche.
Der breit gelagerte Innenraum wirkt schwer und zeichnet sich durch die weißen Putzflächen mit farbig abgesetzten Architekturfassungen aus. Sechs längsrechteckige Pfeilerpaare trennen das Haupt- von den Seitenschiffen. Das Stützensystem von St. Bonifatius bildet ein frühes Zeugnis für einen Stützenwechsel mit halbrunden Vorlagen.
Während das Querschiff und der Chor schon bei der Erbauung eingewölbt wurden, war das Mittelschiff ursprünglich flach gedeckt und wurde erst um 1494 mit gotischen Kreuzrippen versehen.
Im südlichen Querhausarm befindet sich die Thiatildiskapelle mit dem Grab der ersten Äbtissin von St. Bonifatius. Über der Kapelle befand sich die Frauenempore.
Zu den zahlreichen Ausstattungsstücken zählt eines der bedeutendsten Taufbecken der Romanik, ein zylinder-förmiger Taufstein, der von Reliefs mit Szenen aus der christlichen Heilsgeschichte geziert ist. Die Inschrift belegt das Weihedatum 1129.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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