Cafépavillon im Friedhofspark Düren

Ostansicht

Nordansicht, Eingangssituation

Pavillon bei Nacht

Pultraum mit Blick auf die Ausgabetheke und Küche

Gastraum Tonnenraum mit Blick in den Eingangsbereich

Gastraum Tonnenraum mit Blick in den Zeltraum

Gastraum mit Zeltdach, Blick in den Park

Gastraum mit Zeltdach, Blick Richtung Ausgabetheke

Gastraum Tonnenraum mit Blick zum zentralen Verteilerbereich

Grundriss Pavillon

Pavillon im Friedhofspark Düren

Friedensstraße 76, 52351 Düren

2010

Gegenwart

AMUNT Architekten Martenson und Nagel Theissen BDA

Dürener Service Betrieb

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Objekte gesamt: 2010

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Pavillon im Friedhofspark Düren

öffentlichen Grünanlage. Bisher konnte man den Friedhofsbesuchern keinen Aufenthaltsort anbieten und es fehlte bisher auch ein Ort in dem große oder kleinere Trauergesellschaften Raum finden. Der neue Friedhofs- und Cafépavillon auf dem Dürener Ost-Friedhof ist einen Ort, an dem sich Menschen in einer Ausnahmesituation begegnen. Sie trauern gemeinsam, tauschen Erinnerungen aus und suchen Geborgenheit, die sie unter einer vielfältigen Dachlandschaft finden.
Die Architektur des Pavillons von AMUNT Architekten Martenson und Nagel Theissen BDA entwickelt sich auf einer neutralen und eigenschaftslosen, quadratischen Grundfläche. Drei eingestellt geschlossene Raumkörper nehmen die Service-Einrichtungen des Pavillons auf, strukturieren den Raum und gliedern den Grundriss in drei Bereiche, ohne sie gegeneinander abzuriegeln. Archetypische Dachformen und unterschiedliche Raumhöhen charakterisieren jeden der drei Bereiche, die als Gasträume dienen, als individuellen Raum.
Zusammen formen das Tonnengewölbe sowie das Pult- und das Zeltdach der Gasträume eine vielfältige, durchgängige Deckenlandschaft, die die Gasträume zu einem fließenden Gesamtraum verknüpft und abwechslungsreiche Ausblicke in den umgebenden Park eröffnet. Das durch die Deckenformen erzeugte Landschaftsprofil zeichnet sich in der Fassade ab und verbindet die einzelnen Außenansichten des Gebäudes miteinander.
Klarheit und Eindeutigkeit verdankt der Pavillon den einfachen Materialien. In die Bodenplatte aus Stahlbeton wurde während des Betoniervorgangs Alpendolomit eingestreut, der nach dem Abschleifen eine lebendige, terrazzoähnliche Anmutung entfaltete und den Fußboden des Pavillons bildet.
Der vorelementierte Holzbau formt Wände und Deckenlandschaft und erzeugt eine homogene Erscheinung des Innenraums. Ein Trägerrost aus Holz formt das große Dach, das den Pavillon beschirmt und die Lüftungsanlage mit deren Zu- und Abluftleitungen aufnimmt. Die großflächige Verglasung wurde – um den Trauergästen die nötige Intimität zu bieten – mit einem starken Reflektionsgrad ausgeführt. Bei Tag verschränkt sich der Pavillon so mit dem umgebenden Grünraum, der sich in den Spiegelungen der Glasfassade fortsetzt. Bei Dunkelheit kehrt sich dieser Effekt um, die Fassade wird transparent und der Innenraum dominiert den Eindruck des Gebäudes.
Die Farbigkeit des Pavillons orientiert sich an den imposanten Platanen, die den Friedhofspark prägen und findet in silbrig lasierten Holzoberflächen, eloxierten Aluminiumfenstern und dem grünlich gefärbten Glas der Verglasung ihren Niederschlag.

Auszeichnungen:
Holzbaupreis NRW 2013 (Landesbeirat Holz NRW, Cluster Wald und Holz NRW, gefördert durch MKULNV NRW und Wald und Holz NRW), Preisträger

Autor: AMUNT Architekten / Redaktion baukunst-nrw

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