Altes Kurhaus Aachen

Giebeldetail Altes Kurhaus

Rückseite des Alten Kurhauses

Innenansicht Ballsaal

Altes Kurhaus in Aachen nach dem Umbau, um 1905

Großer Konzertsaal, im Zweiten Weltkrieg zerstört (in: Gesundheitspflege in Aachen, 1913)

Gartenfassade von J. Couven, 1782

Altes Kurhaus Aachen

www.altes-kurhaus-aachen.de/

Komphausbadstr. 15, 52062 Aachen

1782-86

Barock
Klassizismus

Jakob Couven

- keine Angabe -

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Altes Kurhaus Aachen

Das Kurhaus in Aachen – 1916 nach der Errichtung des Neuen Kurhauses an der Monheimsallee als Altes Kurhaus bezeichnet – wurde 1782-86 nach einem Entwurf von Jakob Couven als sogenannte „Neue Redoute“ errichtet. 1842 erwarb die Stadt Aachen das Gebäude und gab ihm den Namen „Kurhaus“, bis 1854 war hier der Sitz der Aachener Spielbank. Später wurde der Bau um einen Konzertsaal erweitert.
In den Jahren 1900-03 wurde das Gebäude durch den Architekten Joseph Laurent erweitert. Der 17-achsige Anbau mit einem Eckturm, der sich stilistisch an den Baukörper von Couven anpasste, erstreckte sich entlang der neu angelegten Couvenstraße.
Nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Alte Kurhaus zu Beginn der 1950er Jahre rekonstruiert. Ab 1965 wurde der Stuck im Inneren des Ballsaals wiederhergestellt.

Der breitgelagerte Baukörper nimmt auf drei Geschossen einen Ballsaal und Gesellschaftsräume unter einem Mansarddach auf. Das Gebäude ist klar gegliedert und in Ornamentik und Baudetails dem Stil Louis XVI angelehnt.
Das Untergeschoss ist in einem Arkadengang aus Blaustein geöffnet und die straßenseitige Fassade durch ein leicht hervortretendes Mittelrisalit mit einem Schweifgiebel gegliedert. Die Fassade an der Kurhausstraße, die ehemalige Gartenfassade, weist einen Dreiecksgiebel über dem Mittelrisalit auf. Das Hauptgeschoss, die Beletage, ist in der mittleren Achse mit drei rundbogigen Fenstertüren geöffnet, die auf einen schmalen Balkon führen.

Das Alte Kurhaus gilt als Hauptwerk Jakob Couvens. 1985 wurde es unter Denkmalschutz gestellt. Der Ballsaal kann heute für Veranstaltungen gemietet werden; mit dem Bau der „Klangbrücke“, einem Zentrum für zeitgenössische Musik, im Jahr 1998 erhielt das Haus einen Ort für Musik- und andere kulturelle Veranstaltungen.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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