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Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Werner Huthmacher

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Objekt:

Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium


[Website]
Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund Blick in den Chor auf das neugotische Kreuzgratgewölbe und die Urnengräber
© Werner Huthmacher
Standort: Amalienstraße 20
44137

Dortmund

Baujahr: 1881-83 / 2010
Epoche: Historismus
Gegenwart
Urheber/Büro: Friedrich von Schmidt (Ursprungsbau 1883)
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Staab Architekten GmbH (Umnutzung 2010)
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Bauherr: Katholische Kirchengemeinde östliches Ruhrgebiet, Dortmund
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Multimedia: GoogleMaps
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Umkreissuche:
 
Beschreibung:  

Die Umnutzung von Kirchen stellt neben der inhaltlichen Fragestellung auch eine anspruchsvolle architektonische und denkmalpflegerische Aufgabenstellung dar. Im Falle der 1883 errichteten Liebfrauenkirche, die mit ihrem 74 m hohen Turm die Stadtsilhouette der Innenstadt Dortmunds prägt, bestand die Aufgabe darin, die Kirche in eine Grabeskirche mit ca. 4000 Urnengräbern umzuwidmen. Diese Aufgabe stellte nicht nur die Frage nach dem angemessenen Umgang mit der historischen Substanz des Bauwerks, sondern auch die Frage nach dem Umgang mit den atmosphärischen Eigenheiten des vorhandenen Kirchenraumes dar. Sowohl die Frage nach dem angemessenen Ort für das Ritual der Urnenbestattung als auch der Umgang mit dem bestehenden Kirchenraum standen im Vordergrund der Überlegungen von Staab Architekten.

Mit dem Vorschlag sämtliche Urnengräber flächig auf dem Kirchenboden anzuordnen gelingt eine einfache Antwort auf diese beiden vordringlichen Aspekte. In der friedhofsähnlichen Anordnung des Urnenfeldes wird eine Analogie zu der traditionellen Erdbestattung gesucht. Durch die bodenbezogene Position des Urnengrabes kommt das Ritual dem der Erdbestattung nahe, bei der durch die Übergabe des Leichnams an die Erde der Kreislauf von Leben und Tod versinnbildlicht wird. Andererseits bleibt bei dieser nur ca. 80 cm hohen Installation der bestehende Kirchenraum die räumlich und atmosphärisch wirksame Dominante. Für die Materialisierung der Urnenbehälter und Urnenpodeste wurde Baubronze ausgewählt. Durch dieses leicht korrodierende Material wird die Erdbezogenheit dieser Anordnung unterstützt. Die beinahe holzfarbene Tönung und die Höhe der Urnenpodeste scheinen auf den ersten Blick dem vertrauten Bild der Kirchenbestuhlung zu entsprechen. Verschiedene Ausführungen der Urnenbehälter ermöglichen individuelle Bestückungen des Urnengrabes mit Blumen, Bildern, Kerzen sowie Gravuren. Die Belegung der Urnenplätze lässt sich nur an der Bearbeitung und Gestaltung der Urnenabdeckungen erkennen. Der freigehaltene Mittelgang ermöglicht die Zeremonie der Trauerfeier in der Trauerkapelle im Chor. Von hier aus bewegt sich, ähnlich der Zeremonie auf dem Friedhof, die Trauergemeinde zu dem Urnengrab zur Übergabe der Urne an ihren vorbestimmten Platz. Insgesamt war es das Ziel, mit dieser sehr reduzierten Gestaltung eine ruhige, kontemplative aber doch einzigartige Atmosphäre zu erzeugen.

Auszeichnungen: Auszeichnung guter Bauten 2014 (BDA Dortmund-Hamm-Unna), Auszeichnung
Auszeichnung Vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2015 (Land NRW/Architektenkammer NRW)
Westfälischer Preis für Baukultur 2015 (LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, Westfalen-Initiative), Anerkennung
Copyright: Staab Architekten GmbH
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Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Mathias Bigge
Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Mathias Bigge
Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Werner Huthmacher

Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
Außenansicht der Liebfrauenkirche mit Kirchturm
© siehe unten (zu 1)
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Chor und Südfassade der Liebfrauenkirche
© siehe unten (zu 2)
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Blick vom Mittelschiff in ein Seitenschiff
© Werner Huthmacher
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Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Werner Huthmacher
Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Werner Huthmacher
Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Staab Architekten GmbH

Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
Blick vom Chor zum Eingang der Kirche
© Werner Huthmacher
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Blick in den Chor mit Weihwasserbecken im Vordergrund
© Werner Huthmacher
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Grundriss Liebfrauenkirche nach der Unutzung zum Kolumbarium
© Staab Architekten GmbH
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Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Staab Architekten GmbH
Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
© by Staab Architekten GmbH

Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund Umnutzung der Liebfrauenkirche zum Kolumbarium - Dortmund
Schnitt Liebfrauenkirche
© Staab Architekten GmbH
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Urnengrab in der Liebfrauenkirche
© Staab Architekten GmbH
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zu 1) Dieses Bild basiert auf dem Bild Dortmund-Liebfrauenkirche-IMG 4834.JPG aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Mathias Bigge  
zu 2) Dieses Bild basiert auf dem Bild Liebfrauen-066-chor.jpg aus der freien Mediendatenbank Wikimedia Commons und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Mathias Bigge  
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