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   denkmalgeschütztes Objekt  Objekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet  Dieses Objekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert.  
Schloss Augustusburg - Brühl
© by Thomas Robbin

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Objekt:

Schloss Augustusburg


[Website]
Schloss Augustusburg - Brühl Ansicht von Süden mit Garten
© Thomas Robbin
Standort: Schlossstraße 6
50321

Brühl

Baujahr: 1725-68
Epoche: Barock
Urheber/Büro: Baumeister Johann Conrad Schlaun
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François de Cuvilliés der Ältere
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Baumeister Johann Balthasar Neumann
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Bauherr: Kurfürst Clemens August von Bayern
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Beschreibung:  

Schloss Augustusburg in Brühl zählt zusammen mit dem benachbarten Jagdschloss Falkenlust zu den ersten bedeutenden Schöpfungen des Rokoko in Deutschland. Das Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik, Malerei und Gartenkunst des 18. Jahrhunderts wurde 1984 als herausragendes Beispiel der Schlossbaukunst in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Das ehemalige Residenz- und Jagdschloss ist in eine ausgedehnte barocke Gartenanlage eingebettet und heute als Museum der Öffentlichkeit zugänglich. Kurfürst Clemens August von Wittelsbach beauftragte 1725 den westfälischen Architekten Johann Conrad Schlaun mit dem Bau eines Residenzschlosses auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Wasserburg. Ab 1728 führte der bayrische Hofbaumeister François de Cuvilliés die Arbeiten fort.

Nach Besetzung durch französische Truppen im Jahr 1789 verkam Schloss Augustusburg. Ab 1842 beauftragte König Friedrich Wilhelm IV. erste Restaurierungen. Trotz Veränderungen und Beschädigungen durch den Zweiten Weltkrieg blieb die von Clemens August geprägte Schlossanlage des 18. Jahrhunderts erhalten. In den Jahren 1973-89 wurde die Schlossanlage umfassend restauriert.

Das corps de logis, ein ockerfarben verputzter Backsteinbau mit Gliederungen aus Trachyt, zeigt sich als Dreiflügelanlage von drei Geschossen Höhe, bedeckt mit einem hohen Mansarddach. Der westliche Vorplatz auf Stadtseite ist von den eingeschossigen Flügelbauten der Orangerien flankiert. Die Hauptfassade mit ihrem cour d’honneur und einem von Wasser umgebenen Vorplatz ist nach Osten gerichtet.
Das Erd- und Sockelgeschoss sowie das Dach sind durch kräftige Gesimse unterteilt. Durch hochrechteckige Fenster mit schmalen Einfassungen und Gebälk ergibt sich eine regelmäßige Achsengliederung. Die Gebäudefronten sind in der Mitte jeweils durch Risalite mit kolossalen Pilastern betont. Die Südfassade zur Gartenseite ist durch den nachträglichen Abbruch des Südwestturms nicht mehr symmetrisch, der rechten Seite fehlt die äußere Achse. Nord- und Südflügel weisen abgerundete Ecken auf.
Die eingeschossige Orangerie besteht aus schmalen Gängen mit rundbogigen Fenstertüren, zwischen denen die Wände mit Pilastern versehen sind. Nach oben hin ist die Orangerie von einer Balustrade abgeschlossen; an den kürzeren nördlichen Orangerieflügel schließt der zweigeschossige Küchenbau an.

Zu erschließen ist das Schlossinnere über das Vestibül (heute eine verglaste Durchfahrt), von dem man in das alle Geschosse umfassende Treppenhaus gelangt. Das Prunktreppenhaus vom Würzburger Hofbaumeister Balthasar Neumann aus dem Jahr 1740 bildet das Kernstück von Augustusburg und zählt zu den bedeutendsten profanen Raumschöpfungen des Rokoko. Die dreiläufige, über ein Podest gewendete Treppe führt in die beiden, die gesamte Gebäudebreite einnehmenden Festsäle, den Gardensaal und den Speise- oder Musiksaal, der durch eine umlaufende Galerie für Musikanten und Zuschauer in zwei Geschosse geteilt ist. In der Raumfolge schließt das Große Neue Appartement an. Im Erdgeschoss befindet sich das Sommerappartement, mit repräsentativen Räumen und der kurfürstlichen Wohnung während der Sommerzeit, dessen Räume mit Fenstertüren zur Gartenterrasse geöffnet sind.

Die verschiedenen Appartements, darunter das Blaue Winterappartement im Nordflügel des Erdgeschosses, das Gelbe Appartement im Obergeschoss des Nordflügels (die private Wohnung des Kurfürsten) sowie das Grüne Appartement im zweiten Obergeschoss sind als Appartements doubles angelegt, das heißt die Räume sind parallel angeordnet und untereinander durch Nebentreppen verbunden. Dabei wird jeweils die Folge von Vorzimmer, Audienzzimmer und privaten Gemächern beibehalten.
Die Innenräume zeichnen sich durch ihre reiche Rokoko-Ausstattung aus Marmor- und Stuckarbeiten, Deckenfresken, Wandbespannungen und –vertäfelungen mit umfangreichen Bildprogrammen aus. 

Weitere Infos:
Schlosspark und Jagdschloss Falkenlust auf baukunst-nrw
Panorama von Schloss Augustusburg bei nrw-tourismus

Copyright: Redaktion baukunst-nrw
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Schloss Augustusburg - Brühl
© by Thomas Robbin
Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl
Gesamtansicht mit Vorhof, Blick von Osten
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Südfassade mit Treppenanlage
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Westfassade
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Schloss Augustusburg - Brühl
© by Bildarchiv Monheim GmbH / Florian Monheim
Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl
Blick vom Schloss auf das Parterre
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Luftaufnahme
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Ansicht von Süden mit Gartenanlage
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl
Hauptfassade, Giebel des Mittelrisalits
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Treppenhaus, Blick vom Umkehrpodest
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Treppenhaus
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl
Gardensaal
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Großes Appartment, Audienzsaal mit vergoldeter Stuckdecke
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Speise- oder Musiksaal
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl
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Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl Schloss Augustusburg - Brühl
Nepomukkapelle, Blick auf Altar
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Gelbes Appartement, Schlafzimmer
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Sommerappartement, Raumflucht nach Westen
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