St. Mariä Empfängnis, ehem. Minoritenkirche

Westportal der Minoritenkirche

Außenansicht Chor St. Mariä Empfängnis

Die beschädigte Minoritenkirche im Jahr 1943

Luftaufnahme Minoritenkirche und Museum für Angewandte Kunst

Innenansicht mit Blick in den Chor

St. Mariä Empfängnis, ehem. Minoritenkirche

Kolpingplatz, 50667 Köln

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denkmalgeschütztes Objekt

1246/48 / 1621-42 (Umgestaltung)

Gotik

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Objekte gesamt: 2010

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St. Mariä Empfängnis, ehem. Minoritenkirche

Die ehemalige Minoritenkirche St. Franziskus, heute die katholische Pfarrkirche St. Mariä Empfängnis, wurde 1246/1248 am Kölner Kolpingplatz errichtet. Um 1250 wurde die dreischiffige, gewölbte Basilika mit einer Sakristei ergänzt. Bei einer umfassenden Umgestaltung des Kirchenbaus in den Jahren von 1621 bis 1642 wurde unter anderem die Ausstattung verändert. Ab 1850 erfolgten Renovierungsmaßnahmen und 1855 wurde anstelle der nördlich errichteten Klostergebäude das neugotische Wallraf-Richartz-Museum (heute im Neubau von Ungers in der Martinstraße) errichtet. Nach starker Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis 1958 in ihren alten Formen wiederhergestellt und nördlich angrenzend ein neuer Museumsbau (heute das Museum für Angewandte Kunst) geschaffen.
Der basilikale Grundriss der Minoritenkirche spiegelt sich auch in der gestaffelten Westfassade wider. Vier Strebepfeiler unterteilen die Front in drei Fächer/Achsen entsprechend dem Mittelschiff und den Seitenschiffen. In der Mittelschiffbreite befindet sich über dem zweitürigen Portal ein achtbahniges Maßwerkfenster, das von einem Spitzbogen überfangen ist. Rechts neben dem Portal ist die Front mit einem vierteiligen Maßwerkfenster versehen, das entsprechende Fenster auf der linken Seite wurde nach Kriegszerstörung zugemauert.
Der Kircheninnenraum wird von zweibahnigen Maßwerkfenstern im Obergaden belichtet und die Seitenschiffwände sind mit Rundfenstern durchbrochen. Der Obergaden wird von Strebepfeilern abgestützt, wobei die Osthälfte zudem mit einem Konsolfries und Lisenen untergliedert wird.
Auffallend ist das durchgehende, den Baukörper zusammenfassende Satteldach, welches der Tradition der Bettelordenskirchen entsprechend mit einem Dachreiter (hier ein Glockentürmchen auf dem Dachfirst) anstelle von mächtigen Türmen ausgestattet ist.
Zum Innenaufbau: Die Mittelschiffwände sind auf spitzbogigen Arkaden aufgelagert, wobei die Rundpfeiler mit Vorlagen, die sich in den Arkaden sowie Scheidebögen fortsetzen, besetzt sind. Das Mittelschiff und der Chor gehen annähernd nahtlos ineinander über und sind mit Kreuzrippen überwölbt. Der Blick des Kirchenbesuchers wird auf die hohen zweibahnigen Fenster im Chor gelenkt, die Szenen aus dem Marienleben zeigen. Im Norden des polygonal abschließenden Chores ist dem Kirchenbau eine nahezu quadratische Sakristei angefügt, die über einer Mittelsäule mit vier Kreuzrippengewölben gedeckt ist. Die mittelalterlichen Ausstattungsstücke wurden im 19. Jahrhundert angekauft, nachdem die aus dem Barock im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurden.
Der ehemaligen Minoritenkirche kommt als frühester gotischer Kirchenbau Kölns – der Kölner Dom wurde wenig später begonnen – eine besondere Bedeutung zu.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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