St. Andreas in Köln

Westbau St. Andreas

St. Andreas aus der Luft

Luftaufnahme St. Andreas

Blick ins Mittelschiff von St. Andreas

Chor St. Andreas Köln

Blick ins Seitenschiff St. Andreas

Blick ins Seitenschiff St. Andreas

Grundriss St. Andreas Köln

St. Andreas Köln

www.sankt-andreas.de

Andreaskloster 3, 50672 Köln

Legende für Merkmale

IconObjekt hat Auszeichnung

IconObjekt ist denkmalgeschützt

IconObjekt ist als Kulturdenkmal auf der Liste der UNESCO-Weltkulturerbe verzeichnet

IconObjekt wurde umgebaut, saniert oder erweitert

IconObjekt der Route der Wohnkultur

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denkmalgeschütztes Objekt

1190-1220 /15./17./18. Jh.

Romanik
Gotik

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Objekte gesamt: 2010

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St. Andreas Köln

Die katholische Pfarrkirche St. Andreas in Köln ist die ehemalige Stiftskirche eines Chorherrenstifts, das unmittelbar vor der römischen Stadtmauer von Erzbischof Brun (regierte 953-65) gegründet (eine erste Stiftskirche wurde wohl um 974 geweiht) und 1106 in die Stadtummauerung einbezogen wurde.
Ein salischer Vorgängerbau entstand um 1050/60. Die bestehende Kirche wurde etwa 1190 bis 1220 errichtet, dabei wurde der salische Chor integriert. Der spätromanische Bau wurde unter der Voraussetzung des um 1190 erfolgten Umbaus der Ostteile des Bonner Münsters geschaffen.

Der Westquerbau wurde spätestens um 1244/45 vollendet. In den Jahren 1414-20 baute man den Chor neu, in Folge wurden auch die Querhauskonchen um- und neugebaut. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde das Innere nach Abbruch von Lettner und Chorschranken umgestaltet.
1803 wurde das Stift aufgehoben, woraufhin im Jahr 1843 der Kreuzgang und die zugehörigen Stiftsgebäude abgerissen wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche teilweise zerstört und anschließend wiederaufgebaut. Seit 1957 dient St. Andreas als Dominikanerklosterkirche. Ende des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt.

St. Andreas zeigt sich als dreischiffige Pfeilerbasilika mit einem vorgelagerten Westquerriegel und einem gotischen Langchor mit Seitenschiffskapellen im Osten. Der Baukörper mit Tuffstein-Verblendmauerwerk mit Trachytgliederung ist von einheitlicher Wirkung. Das Querschiff wird von einem Vierungsturm überragt und zu beiden Seiten von Konchen abgeschlossen. Dabei wird das Erscheinungsbild von St. Andreas maßgeblich durch den achteckigen Vierungsturm mit Zeltdach, der sich an dem der Klosterkirche Knechtsteden (1138 begonnen) orientiert, beherrscht.

Hervorzuheben ist der Kontrast zwischen dem gedrungenen Langhaus mit seiner plastischen Gliederung und der lichtdurchfluteten Chorhalle. Der Chor von St. Andreas, angelehnt an den des Aachener Münsters (1414 geweiht), ist einer der bedeutendsten gotischen Bauten in Köln.
Die Wände der Chorhalle sind fast vollständig aufgelöst durch zweibahnige Maßwerkfenster zwischen massiven Strebepfeilern aus Basaltstein. Zur Stadt gerichtet liegt der Südquerarm mit seinem 5/8 Schluss, der über dreibahnige Fenster belichtet wird. Die Nordkonche ohne Strebepfeiler hat zweibahnige Maßwerkfenster, dabei ist die romanische Lisenengliederung erhalten. Im nördlichen Querwinkel befindet sich ein zweigeschossiger Annexbau.

Der Westquerbau ist in drei Achsen gegliedert. Dabei springt der übergiebelte Mittelteil risalitartig hervor und ist durch seine stärkere Durchfensterung hervorgehoben. Gegliedert ist der Westbau durch Lisenen, vorgeblendete Rundbögen und Rundbogenfriese. Im Obergeschoss befindet sich der ehemalige Michaelschor, eine dreijochige Querhalle, die seit 1772 als Orgelempore genutzt wird.

Durch die kreuzrippengewölbte Vorhalle von St. Andreas, ursprünglich der Ostflügel des Kreuzgangs (bemerkenswert sind die ausgezackten Gurtbögen), gelangt der Besucher in das Mittelschiff von nur zwei Jochen Länge. Der Raum ist über kreuzförmigen Hauptpfeilern mit vorgelegten, halbrunden Diensten im gebundenen System von Kreuzrippen überfangen. Pfeiler und Arkaden sind aus Werksteinquadern mit schichtweisem Farbwechsel gebildet. Hervorzuheben sind die qualitätsvoll gearbeiteten Kapitelle mit hinterschnittenem Blattwerk wie auch die hängenden Schlusssteine. Die Arkadenzone wird von einem Ranken- und Palmettenfries abgeschlossen, darüber schließt pro Joch ein vierteiliges Nischentriforium an. Der Obergaden wird aus zu Dreiergruppen zusammengefassten Rundbogenfenstern gebildet. In jeder Arkade öffnen sich Kapellen zu den rippengewölbten Seitenschiffen.

Die niedrige Vierung wird von einem achtteiligen Klostergewölbe über Trompen überspannt.
Die kreuzrippengewölbte Chorhalle liegt gegenüber dem Langhaus erhöht und wird aus drei rechteckigen Joche und einem 7/10 Chorschluss gebildet. Die Seitenchöre wirken als eigenständige Räume. Die Krypta von St. Andreas wurde als moderner Raum wiedererrichtet, beruht aber auf den erhaltenen Umfassungsmauern der Anlage des 11. Jahrhunderts.

Die Kirche St. Andreas ist Teil der Route Romanische Kirchen in Köln auf baukunst-nrw.

Autor: Redaktion baukunst-nrw

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Kategorien:
Architektur » Öffentliche Gebäude » Sakralbauten

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