Nord-Ostfassade 2012

Nordfassade 2012

Süd-Ostfassade 2012

Ostfasade 2012

Südfassade 2012

Westfassade 2012

Speisezimmer 2012

Ansicht Eingang nach Fertigstellung Ende der 1920er Jahre

Ostfassade nach Fertigstellung

Nordfassade nach Fertigstellung

Innenaufnahme nach Fertigstellung

Speisezimmmer nach Fertigstellung

ehem. Ärztewohnhaus in Remscheid

Burger Straße 211b, 42859 Remscheid

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denkmalgeschütztes Objekt

1928 (Baugenehmigung)

Moderne

Ludwig Lemmer

Städtische Krankenanstalten Remscheid

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Objekte gesamt: 2010

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ehem. Ärztewohnhaus in Remscheid

Das ehemalige Ärztewohnhaus Burger Straße 211b in Remscheid wurde als Funktionsbau für die städtischen Krankenanstalten, die 1913 ihren Betrieb an der Burger Straße aufgenommen hatten, errichtet. Für den Entwurf zeichnete Ludwig Lemmer verantwortlich. Ludwig Lemmer bestimmte in der Zeit von 1921 bis 1933, in der er als Stadtbaurat und Beigeordneter tätig war, wesentlich die städtebauliche und architektonische Entwicklung in Remscheid.

In dem Ärztewohnhaus, auch "Ärztekasino" genannt, sind der Bruch mit der Tradition und die Einführung des modernen, funktionalen Bauens erkennbar. Im Gegensatz zu den zahlreichen historischen Klinikgebäuden des Jugendstils jener Zeit präsentiert sich das ehemalige Wohnheim in klarer, schnörkelloser Architektur

Das Wohnhaus wurde in einer Eisenbetonkonstruktion errichtet, mit der in den 1920er Jahren auf der Suche nach rationellen Fertigungsmethoden auch für Wohnhäuser experimentiert wurde. Daneben spiegelt sich in dem Wohnhaus die Forderung der Zeit nach "Licht und Luft" und nach der Gestaltung des Gebäudes aus seiner Funktion heraus („form follows function“). Fensterbänder, Flachdach, Balkone, glatter Putz und Rundbauten gehörten zum formalen und funktionalen Repertoire des "Neuen Bauens".

Das 3-geschossige Gebäude ist von einem Flachdach bedeckt. Die Fassade korrespondiert mit der inneren Funktion, so dass jede Hausseite einen eigenen architektonischen Ausdruck aufweist. An Süd-, West- und Nordseite lagen die Appartements einheitlicher Größe mit Waschgelegenheit, die in der Fassade an querrechteckigen, zweiflügeligen Stahlfenstern erkennbar sind. Die Vorderseite, die Ostseite, ist mit dem mittig angelegten Hauseingang auf die Krankenanstalt hin orientiert. Neben der Haustür liegt die Treppe, deren stockwerkverbindende Funktion durch ein vertikales Fensterband verdeutlicht wird.

Das ehemalige Ärztewohnhaus wurde neben den jeweiligen Individualbereichen (Appartements) zusätzlich mit Gemeinschaftsräumen ausgestattet. Hierzu zählt im 1. Obergeschoss das Speisezimmer, das den rechteckigen Baukörper als Rundbau durchstößt. Das horizontale Fensterband umläuft in ganzer Breite den Rundbau und bildet damit in der Fassadengliederung das rhythmische Gegengewicht zum Treppenhaus. Des Weiteren wurden Gemeinschaftsflächen wie der große nach innen gezogene Balkon im 2. Obergeschoss und die Terrasse im Erdgeschoss auf der Westseite errichtet.

1999 wurde das Gebäude komplett saniert und beherbergt heute die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. c/o Sana-Klinikum Remscheid GmbH. Das ehemalige Ärztewohnhaus wurde am 08.02.1988 in die Denkmalliste der Stadt Remscheid eingetragen.

Autor: Stadt Remscheid, Untere Denkmalbehörde / Redaktion baukunst-nrw

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